Textsammlung realitätsnahes Wirklichkeitsverständnis

Zuverlässigere Lebensorientierung durch ein realitätsnahes Wirklichkeitsverständnis

 Skepsis bei zahlreichen „Lebenslügen“  und anderen Fantastereien in nur spekulativ geistigen Höhenflügen 

 

Ein erster Inhalts-Überblick

Einleitung

Zutreffend empirisches Erfassen der tatsächlichen menschlichen Daseinswirklichkeit

Mit Realitätssinn eigenwillig gegen den Strom

Die Ausgangslage – eine Abkehr von aktuell geistigen Verirrungen

Nervtötende Zuständigkeitsfestlegungen für das Göttliche

Laizismus als vernünftige Orientierung für ein humanes Zusammenleben

Der entscheidende Schwachpunkt der Relativitätstheorien  

***

Einleitung

Ich sehe die Lebenswirklichkeit als eine Herausforderung sich darüber klar werden zu wollen, womit wir es in unserem Dasein tatsächlich zu tun haben. 

Meine Ausarbeitungen haben in erster Linie mit „den überhaupt tatsächlichen Zusammenhängen“ zu tun, d.h. es ist eine Beschäftigung mit allem, was an „Realität“ in Erfahrung zu bringen ist.

Hierzu gleich meine Einschätzung, in welchen Grenzen wir mit unserem Denken überhaupt imstande sind, „Realität“ zutreffend erfassen zu können: Unser gesamtes bewusstes Leben ist nur (!) aus gedanklich Gespeichertem „zusammengesetzt“. Welche Beschaffenheit die wahrnehmbare Wirklichkeit in allen Dimensionen  physisch-stofflich tatsächlich hat, das können wir mit letzter Gewissheit unmöglich in Erfahrung bringen. Darauf komme ich immer wieder zurück.

Die folgenden Ausarbeitungen sind im Wesentlichen eine konzentrierte Zusammenstellung der von mir bislang verfassten Texte. Für die jüngsten Textfassungen nutze ich das Internet, diese Texte sind auf meinen vier Web-Seiten nachlesbar (siehe dazu www.zeitverformungen.de mit Hinweisen auf die weiteren Web-Seiten). Die Ausarbeitungen sind durchweg realitätsnah ausgerichtet und damit zugleich immer wieder auch „themenübergreifend“: Was wir bewusst erfassen und durchdenken können ist eigentlich unbegrenzt verzahnt und verknüpft in allen Wissensbereichen aufzufinden, daher sind Überschneidungen und Wiederholungen kaum vermeidbar. Die Themengebiete reichen so von Ausarbeitungen zur Naturwissenschaft bis zu Fragen des Religiösen, dazu zahlreiche weitere Anknüpfungsmöglichkeiten.

 Mein realitätsnahes Denken ist von einer bestimmten Gesinnung geprägt: Ich werde mich immer wieder damit auseinandersetzen, welche Maßstäbe für die Wertungen allen Geschehens als allgemeingültig vertretbar anzuwenden sein sollten; die Goldene Regel halte ich hierbei für richtungsweisend.

È 

Zutreffend empirisches Erfassen der tatsächlichen menschlichen Daseinswirklichkeit 

Gesinnungsvielfalt und soziologische Ignoranz – eine kritische Vorbemerkung

Die Soziologie leidet – meine ich – an einer Schizophrenie mit höchstem Beharrungsvermögen. „Soziologie“ wurde erfunden, um das Miteinander in der Gesellschaft in statistisch berechenbaren Größen klassifizieren zu können. Das ist – kaum bezweifelbar – von Wert, wenn dabei die unterschiedlichen „Verhaltensformen“ der Menschen in ihrer tatsächlichen Ausprägung erfasst und statistisch ausgewertet werden können.

Im Grunde ein „Kinderspiel“: Es wird registriert, in welchem Ausmaß in der Gesellschaft bestimmte, ziemlich klar unterscheidbare individuelle „Entfaltungsformen“ in der Fülle des menschlichen Zusammenlebens vorkommen und um dazu dann mit z.B. repräsentativen Erhebungen auszuwerten, wie sich für den so ausgewählten Bereich die Gesellschaft soziologisch gliedert.

Der „Mainstream“ aber - es herrscht hier ein „Schubladen-Denken“ in genau dieser Form: „Weil für soundsoviel Prozent der Bevölkerung ganz bestimmte Verhaltensweisen auszumachen sind darf jedem Einzelnen in der Gesellschaft für seine Lebensweise ein daraus so ermittelter soziologischer Durchschnittswert zugerechnet werden.“

Ich habe meine Web-Seite Kant-Kosmos-Reales/Umfassende Orientierungsbereiche für ein eigenes kontroverses Denken (www.kant-kosmos-reales.de) u.a. genutzt, um zu dieser Thematik meinen eigenen Standpunkt zu begründen. In der Rubrik Zusammenleben – Soziologie sind mehrere Ausarbeitungen zu der Problematik  einer soziologisch wirklichkeitsfremden Sichtweise aufgeführt. Ich vertrete dabei also in aller Entschiedenheit meinen Standpunkt, dass der Mainstream der Soziologie bei der Beurteilung des menschlichen Verhaltens in der Gesellschaft einer völlig verfehlten Orientierung folgt. (Der pragmatische, praktische Einsatz von soziologischen Erhebungen ist davon nicht betroffen.)

Welche Erklärung aber gibt es für diese – wie ich behaupte – elementare Fehlleistung?

Ich komme auf den entscheidenden Kern dieser Problematik. Es geht dabei um den „Soziologie-Papst“ Max Weber: Max Weber hat eine Doktrin entstehen lassen, nach der eine eigene „Gesinnungsbefindlichkeit“ keinen Einfluss auf die soziologischen Datenerhebungen zum Zustand der menschlichen Gesellschaft haben darf. Das Missliche an einer derartigen Doktrin: Alle Wertungen in moralischer Ausrichtung über die Zustände der menschlichen Gesellschaft scheitern bei dieser Sichtweise an einer „Gleichmacherei“, bei der die tatsächlichen Gesinnungsunterschiede völlig ausgeblendet werden. Für das Leben im Miteinander entstand aus dieser vermeintlich unbedingt einzuhaltenden Doktrin das  fatale Schubladendenken, das Gesinnungsverhalten der Menschen nicht den einzelnen „verursachenden“ Individuen zuzurechnen sondern soziologisch die Gesellschaft als ganzes für alles Gesinnungsgeschehen verantwortlich zu machen.

Dieser soziologisch üblichen Verfahrensweise ist entgegenzuhalten: Es gibt keine Schablonen für die Verhaltensweisen der Menschen mit völlig unterschiedlichen Gesinnungen. Die Gesinnung, die das jeweilige individuelle Verhalten des einzelnen Menschen steuert, ist nicht schablonenhaft  in „statistischer Vereinheitlichung für die Wertigkeit einer Gesellschaft “ erfassbar.

In der Literatur zur Soziologie gibt es wohl auch kritische Ansätze in dieser Richtung. Mir liegt aber daran, diese eklatante Fehlsichtigkeit bei der Auseinandersetzung mit fragwürdigen „Geistes-Kulturleistungen“ in mehreren Bereichen meinen nachfolgenden Textbeiträgen voranzustellen. Denn alle gängigen (soziologischen) Aussagen über den Zustand der Gesellschaft führen bei einer derartig schablonenhaften ethischen Wertung völlig in die Irre. So habe ich in der Rubrik Zusammenleben – Soziologie (siehe oben) unter Gesellschafts-Brimborium u.a. erwähnt: „… Du kriegst aber immerfort von fast allen Seiten um die Ohren gehauen, wenn mal wieder irgendwo irgend so eine Schweinerei passiert, was in dieser Gesellschaft doch alles möglich ist; in dieser Gesellschaft! Und wie diese Gesellschaft doch derartige Schweinereien einfach so hervorbringt (die Gesellschaft ist der Übeltäter! – als eigentlicher Verursacher aber nicht etwa die genau auszumachende Person oder ein genau auszumachender Personenkreis…). Ich frage mich, wieso irgendwelche Mitmenschen – sehr verbreitet – zu so einem gedankenlosen Stumpfsinn fähig sind. Wieso soll sich jeder Einzelne über so eine primitive Generalisierung, nun einmal unbestreitbar Teil dieser Gesellschaft zu sein, irgendeine beliebige Schweinerei zurechnen lassen, die irgend jemand in dieser Gesellschaft zuwege bringt und für dieser Jemand dann auch gefälligst selbst einzustehen hat?...

Aber welche Erklärung gibt es überhaupt für das Zustandekommen so unterschiedlicher Gesinnungen unter den Menschen? – Wir wissen es nicht. Es gibt keine absolut zuverlässige Erklärung dafür, warum sich die Menschen individuell von so unterschiedlichen Gesinnungen leiten lassen.

Nach wie vor ist es unergründbar, wie die Entstehung des Menschen von den allerletzten Ursachen her überhaupt zustande gekommen ist. Aber auch die „allerletzten Ursachen“ für das Zustandekommen der individuell unterschiedlichen Gesinnungen unter den Menschen dürfte nicht ergründbar sein.

Das darf aber nicht dazu führen, dass man die Unverwechselbarkeit und Unaustauschbarkeit der individuell unterschiedlichen Gesinnungen zu ignorieren sucht – aus z.B. Fachblindheit, weil man in der Soziologie „schmalspurig“ nun einmal unbeirrt alles „hochrechnet“, was sich anscheinend nur irgendwie hochrechnen lässt.

È

Mit Realitätssinn eigenwillig gegen den Strom

Bei allem geht mir um eine Auseinandersetzung mit Sicht auf Grundsätzliches im Leben überhaupt. Das hat in meinem Fall nicht mit etwas irgendwie Philosophischem zu tun, ganz entschieden nicht! Denn auch im heutigen Philosophiebetrieb ist es üblich, in irgendwelchen gerade angesagten Strömungen mitzuschwimmen. Mir liegt außerordentlich daran, nicht in uferlose Gedankenwelten zu geraten.

Was bei meiner Vorgehensweise inzwischen ziemlich eigenwillig (d.h. nach eigenen Grundsätzen denkend und handelnd) zustande gekommen ist, das möchte ich hier in großen Zügen umreißen. Viele Einzelheiten dazu sind nachlesbar auf meiner Web-Seite www.zeitverformungen.de mit Angaben zu weiteren Fundstellen.

Zu allen generell grundlegenden Fragestellungen versuche ich in höchster Realitätsnähe bis an die Grenzen des nur überhaupt irgend Erklärbaren vorzustoßen. Ich habe mich dafür in einem weiten Ausmaß mit jedem mir verfügbaren Material vertraut gemacht, das in diesem Sinn entscheidende Hinweise liefern konnte.

„Gegen den Strom“ – in dieser Orientierungsrichtung habe ich für mich dabei Einsichten gewonnen und Erkenntnisse entwickelt, die ich entschiedener Eigenwilligkeit vertrete.

Hier zu ein Überblick über die verschiedenen Bereiche – nach „Rubriken“ geordnet:

Das tatsächliche physisch-materielle Geschehen (der Bereich der Naturwissenschaft, insbesondere die Physik).

Die Grenzen des Wissbaren; es geht letztlich um die niemals abschließend zu beantwortende Frage (gerade bei umfassender Kennnis zu der tatsächlichen Beschaffenheit aller Daseinsvogänge) nach einer möglichen Schöpfungskraft zu allem Daseinsgeschehen.

Ethik und moralische Grundsätze. Im Wesentlichen Abklärungen zu einer allgemein vertretbaren Verantwortungsethik und zu einer realitätsfernen Gesinnungsethik, wie sie speziell besonders in theologischen Bereichen vorherrschend ist.

Die Befähigung des Menschen, sich geistig über jede vertretbare Realitätsbezogenheit hinwegsetzen zu können.

Diese verschiedenen Bereiche lassen sich bei einiger Vernunft nicht völlig gegeneinander abgrenzen. Wenn man sich „realitätsnah“ mit grundlegenden Fragen beschäftigt, kommt es zwangsläufig immer auch zu Verzahnungen und Überschneidungen unter diesen verschiedenen Bereichen, nur mit dieser Einsicht ist die Gefahr einer zu großen „Schmalspurigkeit“ vermeidbar.

È

Die Ausgangslage - eine Abkehr von aktuell geistigen Verirrungen

Nur ein gesicherter Wissensstand ermöglicht vernünftige Einschätzungen

Zu grundlegenden Fragen ist in der Menschheitsgeschichte noch niemals irgendein Mensch imstande gewesen, jeden späteren Wissensstand, Erkenntnisstand vorwegnehmen zu können. Geistesgrößen wie z.B. Giordano Bruno, Martin Luther, Gotthold Ephraim  Lessing konnten ihre Verständnisversuche  zu  allen größeren Weltzusammenhängen immer nur nach dem Kenntnisstand angehen, wie er in ihrer jeweiligen Epoche im besten Fall ausreichend erreicht war; die gerade genannten Geistesgrößen habe ich beispielhaft gewählt, weil  hier jeweils ein starker Realitätsbezug große Bedeutung hatte.

Wissen, Denken, Glauben kommen als „Geistesleistungen“ stets nur in einer epochalen Einheit vor,  d.h. alles baut sich hier jeweils auf dem bislang zusammengetragenen Fundus an zuvor erschaffenen geistigen Gütern auf. Je nachdem, wie stark diese Geistesleistungen empirisch abgesichert sind, können sie auch nur zuverlässige Grundlagen für ein realitätsnahes Orientieren bilden. 

Bei etwas Vernunft sollten so auch in unserer Epoche alle Verständnisversuche zu allen größeren Weltzusammenhängen nach dem Kenntnisstand erfolgen, wie er für uns heute zugänglich ist. Und  da gibt es hier – behaupte ich – in einem großen Ausmaß oft genug doch erhebliche Schwachstellen.

Die entscheidende Enträtselung der Zeitproblematik: Zeit gibt es einzig und allein in der Form von individueller Lebenszeit

Zu dem tatsächlich physisch-materiellen Geschehen haben wir es meiner Meinung nach mit dieser eklatanten Schwachstelle zu tun: Die Zeit wird in beständig fehlerhafter Einschätzung wie etwas irgendwie tatsächlich Existentes gewertet. Man wird kaum eine abweichende Anschauungsweise  bei allen bisherigen gedanklichen Bewältigungsversuchen zur „Zeitproblematik“ feststellen. Insbesondere in der Physik hat man sich in diese fehlerhafte Auffassung verrannt. Die tatsächlich zutreffenden Zusammenhänge sind jedoch: Das tatsächlich physisch-materielle Geschehen kennt  niemals Vorgänge in irgendwelchen ausgedehnten Zeitspannen, es finden nur unablässig ablaufende  Veränderungsvorgänge statt ohne Stillstand oder eine sonstige zeitliche Dehnung. „Zeitwahrnehmung“ kommt ausschließlich dadurch zustande, dass ein lebendiger Organismus die  Fähigkeit besitzt, im eigenen Inneren die durch „organische Wahrnehmungsbefähigung“ erfassten Veränderungsvorgänge (je nach Intensität) dauerhaft abspeichern  zu können. Was wir als „Zeit“ bezeichnen möchte ich daher weniger irreführend mit der Begriffsbildung „biologische Lebenszeit“ umschreiben; „biologische Lebenszeit“ ist eine zutreffendere Bezeichnung für das Phänomen der Zeitwahrnehmung, wie sie tatsächlich zum Leben des Menschen gehört.

 Alles physikalische Geschehen ist existent nur in dem unaufhaltsamen Ablauf von Entropie

Das unaufhaltsame Ablaufgeschehen der Entropie kann „elementar“ durch keine Maßnahme beeinflusst werden. „Entropie“ ist gleichbedeutend mit einem „in die Zukunft gerichteten unablässigen Veränderungsgeschehen“ ohne jeden tatsächlichen zeitlichen  Stillstand. Eine für sich selbst „materiell existente“ Zeit gibt es nicht, physikalisch gibt es nur „Zeit-Vermessungseinheiten“, das sind ausschließlich die durch den Menschen vorgenommenen Vermessungen von unterschiedlichen Veränderungsabläufen. Es gibt nie eine für sich selbst existierende Zeit irgendwelcher tatsächlich vorhandener Zeitspannen im rein materiellen Daseinsgeschehen. Jeder wissenschaftlich begabte Mensch sollte  imstande sein, diese Zusammenhänge zu durchschauen (Fundstelle u.a. meine Web-Seite Zeitverfälschungen / Zeitverformungen durch menschliche Wahrnehmungsstörungen www.zeitverformungen.de). Dazu später erneut weitere Erläuterungen.

Durch die fehlerhafte Einschätzung zu der Zeitproblematik besonders in der Physik kommen dann Folgefehler wie z.B. dieser Art zustande – es  werden Zusammenhänge erdacht,   die mit dem tatsächlichen Wirklichkeitsgeschehen keine Übereinstimmung haben.

Fehlerhafte Zuständigkeitsfestlegungen für alles überhaupt nur denkbar Göttliche

Wenn man sich darauf besinnt was man über unsere Daseinswirklichkeit tatsächlich in Erfahrung  bringen kann, dann müssen alle religiösen Überzeugungen absurd erscheinen, die in dogmatisch  festgelegten Vorstellungsweisen befangen bleiben. Unser heutiges gefestigtes Wissen über   den Bau unserer Welt erlaubt bei einiger Vernunft nicht die Akzeptanz der gängigen religiösen dogmatischen Auffassungen  vom Wirklichkeitsgeschehen.

Es lässt sich unmöglich mit dem menschlichen Erkenntnisvermögen eine unbedingt zutreffende Erklärung über die größeren Zusammenhänge des Kosmos finden. Mit aller Erkenntnisfähigkeit lässt sich auch niemals ermitteln, warum es das tatsächlich wahrnehmbar Existierende überhaupt gibt – so auch nicht, ob hinter allem eine übermächtige Schöpfungskraft steht oder welche sonstigen Erklärungsversuche hier unbedingt zutreffend sein könnten.

Die Gottesvorstellungen jedoch, die in der Menschheitsgeschichte bislang zustande kamen, haben in ihrer jeweils konkreten Form nach dem jetzigen Kenntnisstand über den Bau des Universums  unmöglich noch Bestand.

Dafür gibt es folgende Erklärung: Die gesamten bisherigen Vorstellungen über größere Daseinszusammenhänge waren stets außerordentlich anthropozentrisch ausgerichtet. Was im Daseinsgeschehen wahrgenommen wurde löste Erklärungsversuche stets rein „menschenbezogen“ aus. So wurden alle konkreten Gottesvorstellungen immer nur in dem Rahmen entwickelt, wie die Menschen die Daseinsvorgänge einigermaßen zuverlässig durchschauen konnten. Es entstanden also Gottesvorstellungen, wie sie mit dem Stand eines jeweils zutreffenden Daseinsverständnisses immer gerade noch vertretbar erschienen.

Heute jedoch ist es bei etwas Kenntnis von größeren Zusammenhängen unmöglich, dieser Vorgehensweise weiterhin noch zu folgen. Die inzwischen bekannten Zusammenhänge im gesamten kosmischen Geschehen sind zu umfassend als dass sie sich noch mit den üblichen  Zuständigkeiten der üblichen Gottesvorstellungen vereinbaren ließen. In allen früheren Gottesvorstellungen wurden für das menschliche Dasein stets den ganz bestimmten „Zuständigkeitsfestlegungen“ durch die Priesterschaft geglaubt. „Zuständigkeiten“ in der Form, dass der Götterwelt oder einem alleinigen Gott für die Einhaltung jeweils ganz bestimmter Glaubensinhalte oder kultischer Gebräuche eine unbedingt geltende Zuständigkeit in Geboten und Verboten zugesprochen bekam. Ob aber derartige Glaubensinhalte mit der tatsächlichen Daseinsrealität überhaupt in eine zutreffende Übereinstimmung zu bringen waren – das blieb dahingestellt. Entscheidend war ein fester Glaube an die geglaubten Zusammenhänge.

Dass hier vieles aus heutiger Sicht in allen Einzelheiten unmöglich noch mit einer göttlichen Schöpfungskraft in Übereinstimmung zu bringen ist, muss jedoch nicht dazu führen, alles Religiöse etwa als gegenstandslos werten zu können. Im weiteren Verlauf gehe ich auf diesen Umstand immer wieder ein.

Der Mensch steht in seiner Daseinswahrnehmung wie  bereits häufiger erwähnt immer vor letzten ungelösten (ja, unlösbaren) Fragen: Woher alles wahrnehmbar Vorhandene überhaupt nur kommen mag, warum darin alles so geschieht wie es geschieht usw. usf.

Sehr früh schon in der Menschheitsgeschichte wurden dazu dann Vorstellungen entwickelt, wie es ganz unabweisbar hinter allen wahrnehmbaren Vorkommnissen höhere und lenkende Mächte geben musste, die alles Geschehen zu beeinflussen vermochten. - Immer ging es dann  für die Menschen darum, wie zu diesen Mächten überhaupt eine Verstehensmöglichkeit herzustellen war und wie dann auch im eigenen Verhalten solche Weichenstellungen vorgenommen werden  konnten, die im Sinne der höheren Mächte abzulaufen hatten. Rückblickend weiß man heute, in einem wie großen Ausmaß die verschiedenartigsten Naturvorkommnisse in dieses Wechselspiel einbezogen wurden.

In der Vergangenheit kamen so die unterschiedlichen konkreten Gottesvorstellungen zustande. Inzwischen haben sich dabei Gottesvorstellungen herausgebildet, mit denen die allzu naiven Glaubensauffassungen von reichbevölkerten Götterwelten zwischen Erde und Himmel beseitigt werden sollten. Der Monotheismus hielt Einzug. Das Inakzeptable an all diesen Gottesvorstellungen ist aber, dass hier durchgehend göttliche Zuständigkeiten ersonnen wurden, die mit einer göttlichen Schöpfungskraft hinter den Dingen unmöglich in Einklang zu bringen sind. Was hier alles als göttlicher Wille verbreitet wird und wurde kann niemals völlig im Sinne einer möglichen göttlichen Schöpfungskraft sein. Nehmen wir einmal an alles kosmische Geschehen sei tatsächlich von einer  übermächtigen Schöpfungskraft hervorgebracht worden, dann sollte dieser Schöpfungskraft  doch wohl unbedingt auch zuzubilligen sein, dass sie eine völlig eigene Zuständigkeit für alles durch sie Erschaffene hat. D.h. der Mensch darf sich überhaupt nicht anmaßen wollen, mit seinem unzureichenden Erkenntnisvermögen zutreffend das göttliche Wollen und Wirken zum Inhalt seiner Glaubensverkündigungen machen zu können. Erwiesenermaßen versteigt er sich dabei in Deutungen, die mit der tatsächlichen Beschaffenheit eines Universums göttlichen Ursprungs kaum noch irgendetwas oder sogar überhaupt nichts zu tun haben.

Es ist und war stets die Priesterschaft, die jeweils jede Form von Gottesvorstellung verwaltet. Hier finden die Anmaßungen statt, die gegen jedes mögliche realitätsnahe Gottesverständnis verstoßen.

Wenn eine übermächtige göttliche Schöpfungskraft für das gesamte Universum alles überhaupt  Vorhandene erschaffen hat, wieso maßt sich dann eine Priesterschaft an, die Befähigungen  des dabei unter anderem auch erschaffenen Menschen danach unterscheiden zu wollen, was in allen Einzelheiten im Sinne des Göttlichen ist und was nicht? Wieso soll dabei z.B. gerade die Befähigung  des Menschen, sich mit seinem Erkenntnisvermögen Klarheit über die Beschaffenheit alles Wahrnehmbaren aneignen zu können nicht im Sinn des Göttlichen sein?

Die bei der Priesterschaft anhaltend verfestigte Schizophrenie besteht darin, dass sie sich  einerseits in völlig wirklichkeitsfremden Glaubenswelten bewegen will, dass sie andererseits dabei  aber unbedingt immer auch durchweg unanfechtbare Wahrheiten über alles Weltgeschehen verbreiten möchte. Klärungsbemühungen zu dieser schizophrenen Haltung sind völlig aussichtslos. Wer sich – als Priesterschaft oder deren Glaubensanhänger -  in diese Weltsicht verrennt, tut das immer in der Gewissheit „Gott will es so!“. Aber ob hier bei einem geringsten Einsatz von Verstand und Vernunft dieser Gewissheit doch ein absoluter Irrtum zugrunde liegen könnte – das wird völlig uneinsichtig (oft in größter Radikalität, in höchstem Fanatismus) ausgeblendet.  

Hier nur einmal, welche Auffassung ich zu einer möglicherweise hinter allem verborgene Schöpfungskraft für vertretbar halte: Ich z.B. kann mir alles Vorhandene nicht vorstellen, ohne dass dahinter eine verborgene Schöpfungskraft steht. Diese Haltung ist Teil von mir ein Leben lang. Insoweit bin ich unbedingt ein religiöser Mensch. Wenn ich so aber von einem Vorhandensein einer  ewig existenten Schöpfungskraft überzeugt bin, dann kann ich unmöglich die Anmaßungen all  der Glaubensrichtungen akzeptieren, die eine dogmatische oder orthodoxe Glaubensauffassung  gegen  den Rest der Welt zu verbreiten suchen.

Eine mögliche Schöpfungskraft hinter allen Dingen, wie sie nach dem heutigen Kenntnisstand  über alle Weltzusammenhänge immerhin denkbar ist, kann unmöglich noch ernsthaft mit all den   Verkündigungsinhalten und Verhaltensanweisungen Verbreitung finden, wie sie in  orthodoxen und dogmatischen Lehren verfestigt ist.

Zur Natur des Menschen gehört es, dass er dem Religiösen verhaftet sein kann. Aber welche Ausformung dieses Religiöse dann individuell jeweils im Einzelfall hat, das kann  unmöglich ernsthaft durch dogmatische oder orthodoxe Regelwerke festgeschrieben sein. Deswegen hat jede Form von religiöser Grundhaltung ihre ganz eigene Daseinsberechtigung. Wenn  dabei  z.B. die  Überzeugung zugrunde liegt, alles Erschaffene stamme von einer übermächtigen  Schöpfungskraft und sei daher für den mit Einsicht begabten Menschen erhaltenswert, dann kann eine derartige Grundhaltung unmöglich als unvereinbar mit Religiosität eingeschätzt werden. Jeder  einzelne Mensch mag sich dann bei einer derartigen Grundhaltung seinen „Glaubensritualen“  zuwenden, wie es gerade seiner Neigung entspricht. Niemals aber ist zu akzeptieren, dass allein mit einem Berufen auf „Gott will es so“ dem Rest der Welt vorgeschrieben wird, welchem theologisch  erdachten Regelwerk man sich hier zu unterziehen habe.

È

Nervtötende Zuständigkeitsfestlegungen für das Göttliche

Wenn man sich mit der Frage beschäftigt, welche höheren Mächte hinter allem nur irgend Wahrnehmbaren verborgen sein könnten, muss man bei klarem Verstand ins Grübeln kommen zu den in der Menschheit verbreitet üblichen Gottesvorstellungen.

Ein fragwürdig einheitliches Merkmal all dieser Gottesvorstellungen ist: Nur eine Gläubigkeit im Rahmen dieser Gottesvorstellungen ist der Beleg für tatsächlich vorhandene Religiosität. Wer  über keine Zugehörigkeit zu einer Gottesvorstellung einer  der großen etablierten Religionen hat muss als gottlos bezeichnet werden. Und diese Gottlosigkeit ist ohne Wenn und Aber mit einem gottverneinenden Atheismus gleichzusetzen.

An dieser Auffassung und Denkweise ist alles verkehrt.

Denn das Entscheidende bei jeder Gottesvorstellung muss doch einzig und allein sein, von jedem menschlichen Erdendasein her einen vernünftigen und glaubwürdigen Bezug zu einer allmächtigen Gottheit hinter den Dingen erahnen zu können.

Es ist dabei ja nichts dagegen einzuwenden, dass jedes Bemühen einer Hinwendung zu einem göttlich Allmächtigen von ganz bestimmten „Konkretisierungsversuchen“ begleitet wird. Also dass dieses Göttliche z.B. eine konkrete Bezeichnung erhält, eine Namensnennung usw. Und auch die Eigenart unter den Menschen, jede eigene Gottesvorstellung damit zu verbinden, wie man in seinem gesamten Verhalten gottgefällig wirken könnte.

Aber niemals darf dabei eine Gewissheit entstehen, mit derartigen „Konkretisierungsversuchen“ tatsächlich das Wesen einer göttlichen Allmacht in seiner Gesamtheit auch nur annähernd erfassen zu können. 

Es sind die in vergangenen Epochen geschehenen Offenbarungen, die die Menschen veranlassten, ganz bestimmten Glaubensinhalten zu folgen. Dazu sollte unbedingt klar und einsichtig sein, dass derartige Offenbarungen ihre Wirkung immer nur in den jeweils historisch bedingten „Vorstellungswelten“ der Menschen voll entfalten konnten. Je nachdem, wie weit das „Menschheitswissen“ über den Bau der Welt, über Kosmos und Universum bereits entwickelt war, gab es („eingeengte“) Zugangsmöglichkeiten zu religiösen Vorstellungen von überirdischen göttlichen Kräften. Und in dem Rahmen derart möglicher Weltbilder dann eben auch die Übernahme von „göttlichen Offenbarungen“, die für das ganze Leben bindend sein sollten.

Weil wir nach dem heutigen Wissensstand über den Bau der Welt und des Kosmos einen größeren Überblick über alle Zusammenhänge in wahrnehmbaren Geschehensabläufen haben als zu früheren Zeiten müssen heute auch begründete Zweifel aufkommen zu den Offenbarungen aus früheren Epochen.     

Das Entscheidende dabei ist jetzt jedoch, dass die „Absolutheitsansprüche“ historischer Offenbarungen wegen unserer besseren Kenntnis über den Bau der Welt ihre bisherige Gültigkeit unbedingt verloren haben. Mit der uns heute möglichen Kenntnis und Einsichtsfähigkeit über alle Weltzusammenhänge können wir uns nicht mehr „blind“ in alten religiösen Vorstellungen bewegen.

Diese Einsicht ist nurschrittweisezu vermitteln; die überkommenen religiösen Vorstellungswelten haben weit verbreitet immer noch ein großes Beharrungsvermögen. Diese Situation lässt sich auf den Punkt bringen mit dem BegriffMenschheitsfalle Offenbarungsreligion“.

„Menschheitsfalle Offenbarungsreligion“ – es hatte sich den Menschen in der Vergangenheit immer angeboten, allen Offenbarungen über Existenz und Wirken des Göttlichen prinzipiell positiv gesonnen gegenüberzustehen: Da war die Ahnung, dass es für den Ablauf aller Daseinsgeschehnisse jenseitige übermächtige Kräfte geben müsse. Und wenn es dann bei dieser Ausgangssituation zu Verkündigungen kam, wie zu diesem Göttlichen mit bestimmten Kontaktmöglichkeiten „Brücken“ herzustellen waren, dann fielen derartige Verkündigungen oft „auf fruchtbaren Boden“.

Bei dem heutigen Wissensstand über den Bau der Welt lässt sich rückblickend sagen, zu welchen fragwürdigen Orientierungen es dabei kam und kommen musste: Der mit allen Glaubensverkündigungen verbundene Absolutheitsanspruch ist unhaltbar. Denn wenn hinter allem wahrnehmbaren Geschehen tatsächlich etwas Göttliches existent sein sollte, dann muss diesem Göttlichen auch eine völlig „ureigene“ Zuständigkeit für die Bedeutung allen Geschehens zugebilligt werden. Das bedeutet, dass jede „Verkündigungsaussage“, die hier zu einer speziellen konkreten Festlegung führt, immer dann in Zweifel zu ziehen ist, wenn auch abweichende Deutungen möglich sind. Kurz: Man muss bei eigener Offenheit für das „Glauben an Göttliches hinter den Dingen“ durchaus jede Form von religiösem Verhalten tolerieren, soweit hier das gleiche Recht für religiöse Offenheit unter allen Menschen nicht verletzt wird. Denn wenn mit absoluter Sicherheit immer unbekannt bleibt, was es denn mit dem Göttlichen hinter den Dingen tatsächlich auf sich hat, dann darf eine speziell in einer bestimmten Epoche oder in einer bestimmten Region „ins Leben gerufene Offenbarungsreligion“ keine Allgemeingültigkeit „für alle Zeiten und für alle Regionen“ gewinnen.    

Dadurch dass diese Zusammenhänge mit der historischen Menschheitsentwicklung heute zu einem einigermaßen gefestigten Wissensstand geführt werden konnten sind alle „religiösen Verbreitungsarten“ abzulehnen, die eine allgemeingültig vertretbare Form von Religiosität unnötig strapazieren: Immer dann, wenn ein Mensch in die Richtung beeinflusst werden soll, dass eine ganz bestimmte  („konkret festgelegte“) Form von Religiosität im menschlichen Miteinander überhaupt ausschlaggebend zu sein hat, dann führt das zwangsläufig zu völlig überflüssigen Konfliktsituationen unter den Menschen.

Der Mensch ist mit seiner Erkenntnisfähigkeit generell imstande zu begreifen, welche Verhaltensweisen im Miteinander „konfliktverhindernd“ wirken und welche Verhaltensweisen „zwangsläufig“ zu Konflikten führen müssen. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich hierbei um die Prinzipien der „Goldenen Regel“ – niemandem zuzumuten, wovon man selbst verschont bleiben möchte; jedem zu gönnen, was man für sich selbst in Anspruch zu nehmen sucht.

Wenn es um die generell mögliche „Machbarkeit“ der Goldenen Regel geht sind hier erwiesenermaßen die spitzfindigsten Komplikationen denkbar (vgl. die dazu zugängliche Literatur). Das stellt aber nicht die generelle Gültigkeit der Goldenen Regel in Frage – nach meiner Auffassung ganz allgemeingültig bestimmbar mit der Umschreibung: „Soviel Freiheit wie möglich und sowenig Einschränkungen wie nötig für jeden Einzelnen in den Grenzen, die zur Wahrung unnötiger Beeinträchtigungen zu wahren sind“.

Jederigorose Religiosität verstößt unbedingt gegen derartig allgemeingültig vertretbare Grundsätze für ein möglichst konfliktfreies Miteinander der Menschen im Zusammenleben.   

Das Grundproblem bei jeder Art von „anmaßend intoleranter religiöser Erhabenheit“ ist eben: Es ist unmöglich ein zuverlässiger Beweis dafür erbringbar, dass gerade die hier vertretene Form einer „orthodox festgelegten Religionsausübung“ von einer allgültig übermächtigen Schöpfungskraft tatsächlich in allen Einzelheiten so gewollt ist. Daher hat auch ein angemessener Widerstand gegen „religiöse Bevormundungen jeder Art“ in einem allgemeingültigen Interesse eine unbedingte Berechtigung.    

È

Laizismus als vernünftige Orientierung für ein humanes Zusammenleben

Laizismus ist darauf ausgerichtet, dass das staatliche Zusammenleben nicht durch Konfliktsituationen wegen unnötiger religiöser Beeinflussungen belastet wird.

Bei einer einigermaßen sicheren Kenntnis zu allen religiösen Grundfragen muss dem Laizismus eine stabilisierende Funktion gegenüber allen ausufernden religiösen Glaubensauseinandersetzungen zugebilligt werden. Der Laizismus ermöglicht ein vernünftiges, realitätsnahes Orientieren ohne konfliktbelastete Auseinandersetzungen über unterschiedliche Glaubensausrichtungen.  Keine einzige der verbreiteten Glaubensrichtungen hat einen derartig überzeugenden Wahrheitsgehalt, dass sich darauf eine absolut zuverlässige sinn- und werthafte Lebensentfaltung aufbauen ließe. Es entstehen völlig überflüssige Konfliktbelastungen im mitmenschlichen Zusammenleben, wenn in „dogmatischer Uneinsichtigkeit“ gegeneinander ausgefochten wird, welche jeweils gerade bevorzugte Glaubensüberzeugung unter allen außerdem noch vorhandenen Glaubensüberzeugungen bestimmend und beherrschend sein soll.  

In diesem Zusammenhang hat man es hier immer auch mit dem Entstehen völlig sinnloser kriegerischen Auseinandersetzungen zu tun. Wie ein ewig schwelender Brandsatz ist die Religiosität eine ständige Bedrohung im Zusammenleben; das zeigt sich mit katastrophalen Auswirkungen besonders dann, wenn so ein Brandsatz  durch religiösen Fanatismus zur Entzündung gebracht wird.

Laizismus muss nicht entschieden gegen alles Religiöse gerichtet sein. - Der Mensch wird immer vor letzten offenen Fragen stehen. Und gerade aus dem Grund, weil es für den Menschen unabwendbar sehr konkrete letzte Fragemöglichkeiten gibt, gibt es für den Menschen auch alles Religiöse: Es lässt sich unmöglich völlig überzeugend beantworten, woher alles Daseiende kommt. Und auch darauf gibt es keine überzeugende Antwort, warum diese Daseinswirklichkeit überhaupt existent ist. Es handelt sich hier um „ganz reale  Fragemöglichkeiten ohne Ende“.

Und auf der Grundlage dieses Unerklärlichen kann sich der Mensch dann ausmalen, wie es da hinter allem wahrnehmbaren Geschehen noch übermächtige Kräfte geben müsse, auf deren Existenz das Zustandekommen alles Erschaffenen zurückzuführen ist.        

Unter Prähistorische Ursprünge für zu viel Unvernunft im Denken/Frühe religiöse Glaubensfestlegungen in völliger Unkenntnis über die tatsächliche Beschaffenheit allen Weltgeschehens (http://www.zeitverformungen.de/Urspruenge.htm) habe ich hierzu einige Zusammenhänge in den Grundzügen beschrieben: Das Religiöse ist der Bereich von ungewiss Geglaubtem, bei  dem  die  Denkfähigkeit des Menschen wohl am stärksten überfordert ist: Das

Religiöse hat zum Gegenstand überirdische Mächte, die für das Leben des Menschen schicksalhaft bestimmend sind.  Aber  woraus  diese  Mächte  bestehen (soviel sollte überhaupt

nicht mehr fraglich sein), das ist absolut unergründlich. … Und hier machen wir die Erfahrung, dass dabei die Denkfähigkeit immer wieder einmal aus dem Ruder läuft: Es werden „denkend“ Vorstellungswelten ersonnen, die (nachweislich) mit der tatsächlichen Beschaffenheit „allen Schöpfungsgeschehens“ kaum in Übereinstimmung zu bringen sind…

Unter ‚Eine sachlich fundierte kritische Einschätzung zu dem aktuell praktizierten religiösem Glaubensgeschehen‘ führe ich dann weiter aus: … Keinem denkenden Menschen kann es verwehrt sein, eine höchste Schöpfungskraft hinter allem Daseinsgeschehen für möglich zu halten. Aber niemand darf für sich in Anspruch nehmen wollen, die einzig gültige orthodox-dogmatisch zutreffende Gottesvorstellung zu besitzen. Gerade im Zuge einer derartigen „Glaubensüberheblichkeit“ müssen wir die grauenhaftesten Auseinandersetzungen unter den Menschen als historisch feststehende Gegebenheiten registrieren…

Ich skizziere damit zugleich auch den entscheidenden Ansatzpunkt dafür, warum man sich für den Laizismus als einer sehr humanen Orientierungsrichtung für ein stabiles Zusammenleben einsetzen sollte.

Wir leben heute mit einem Wissensstand zu allen Erkenntnisfragen, der alles Frühere weit übertrifft. In allen Epochen sah sich der Mensch mit der Herausforderung konfrontiert, welche besonders geeignete Ordnungsstrukturen für das Zusammenleben am überzeugendsten anzustreben sind. Das war selbstverständlich einigermaßen zuverlässig immer nur im Zusammenhang mit dem gerade erreichten Wissensstand über alle Daseinszusammenhänge möglich: So lange man Blitz und Donner und Erdbeben für das unmittelbare Wirken überirdischer Mächte hielt, konnte ein umsichtiger  Schamane mit ordnenden Anweisungen ziemlich hilfreich sein. Sobald man später in den Grundzügen die größeren Zusammenhänge des Naturgeschehens zu kennen glaubte konnte man sich im Prinzip dann auch bei einer „humanen“ Priesterschaft gut aufgehoben wähnen. Aber in der Menschheitsentwicklung wurden fortwährend immer neue Einsichten gewonnen, die die „universellen“ Welterklärungsmodelle von Schamanen und Priesterschaft als unbedingt fehlerbehaftet entlarvten. Und so haben wir heute einen Wissensstand über die tatsächliche Beschaffenheit aller faktischen Daseinszusammenhänge, der uns einen sehr viel zuverlässigeren Gesamtüberblick als je zuvor erlaubt.    

Wie ist es bei heutiger Kenntnis aller Daseinszusammenhänge zu beurteilen, dass Schamanen, Seher, Propheten, die Priesterschaft usw. zu wissen glaubten, welche genauen Inhalte das Wirken und Wollen der Götterwelt hat, soweit es dabei um eine gezielte göttliche Einflussnahme in Richtung Menschheit geht?

Es waren reine Fantasievorstellungen. Denn wie Kosmos, Universum, eine mögliche Götterwelt oder eine Schöpfungskraft „hinter allem“ im Einzelnen beschaffen sein mochten – die dazu in der Vergangenheit entwickelten religiösen Vorstellungen erweisen sich aus heutiger Sicht als völliger Unsinn.    

Zu dieser gesamten Thematik habe ich mich auf meiner Web-Seite www.zeitverformungen.de neben anderen Fragen mit einigen Beiträgen intensiver auseinandergesetzt. Diese Beiträge sind wiedergegeben in dem Abschnitt ‚Nervtötende Zuständigkeitsfestlegungen für das Göttliche‘ (http://www.zeitverformungen.de/Textsammlung.htm). Hier führe ich u.a. aus: … Ein fragwürdig einheitliches Merkmal all dieser Gottesvorstellungen ist: Nur eine Gläubigkeit im Rahmen  dieser  Gottesvorstellungen  ist der Beleg für tatsächlich vorhandene Religiosität. Wer  über keine Zugehörigkeit zu einer Gottesvorstellung einer der großen etablierten Religionen hat muss als gottlos bezeichnet werden. Und diese Gottlosigkeit ist ohne Wenn und Aber mit einem gottverneinenden Atheismus gleichzusetzen… An dieser Auffassung und Denkweise ist alles verkehrt… Das Entscheidende dabei ist…, dass die „Absolutheitsansprüche“ historischer  Offenbarungen  wegen  unserer  besseren  Kenntnis  über  den  Bau  der  Welt ihre

bisherige Gültigkeit unbedingt  verloren  haben.  Mit  der uns  heute  möglichen  Kenntnis  und

 Einsichtsfähigkeit über alle Weltzusammenhänge können wir uns nicht mehr „blind“ in alten religiösen Vorstellungen bewegen. - Bei dem heutigen Wissensstand über den Bau der Welt lässt sich rückblickend sagen…: Der mit allen Glaubensverkündigungen verbundene Absolutheitsanspruch ist unhaltbar. Denn wenn hinter allem wahrnehmbaren Geschehen tatsächlich etwas Göttliches existent sein sollte, dann muss diesem Göttlichen auch eine völlig „ureigene“ Zuständigkeit für die Bedeutung allen Geschehens zugbilligt werden. Das bedeutet, dass jede „Verkündigungsaussage“, die hier zu einer speziellen konkreten Festlegung führt, immer dann in Zweifel zu ziehen ist, wenn auch abweichende Deutungen möglich sind. … Jede „rigorose Religiosität“ verstößt unbedingt gegen … allgemeingültig vertretbare Grundsätze für ein möglichst konfliktfreies Miteinander der Menschen im Zusammenleben… Das Grundproblem bei jeder Art von „anmaßend intoleranter religiöser Erhabenheit“ ist eben: Es ist unmöglich ein zuverlässiger Beweis dafür erbringbar, dass gerade die hier vertretene Form einer „orthodox festgelegten Religionsausübung“ von einer allgültig übermächtigen Schöpfungskraft tatsächlich in allen Einzelheiten so gewollt ist. Daher hat auch ein angemessener Widerstand gegen „religiöse Bevormundungen jeder Art“ in einem allgemeingültigen Interesse eine unbedingte Berechtigung.                

Zuvor habe ich unter der obigen Fundstelle diese „Kernaussagen“ herausgestellt: Fehlerhafte Zuständigkeitsfestlegungen für alles überhaupt nur denkbar  Göttliche … Das Inakzeptable an all diesen Gottesvorstellungen ist aber, dass hier durchgehend göttliche Zuständigkeiten ersonnen wurden, die mit einer göttlichen Schöpfungskraft hinter den  Dingen unmöglich in Einklang zu bringen sind. Was hier alles als göttlicher Wille verbreitet wird und wurde kann niemals völlig im Sinn einer möglichen göttlichen Schöpfungskraft sein. Nehmen wir einmal an alles kosmische Geschehen sei tatsächlich von einer übermächtigen Schöpfungskraft hervorgebracht worden, dann sollte dieser Schöpfungskraft doch wohl unbedingt auch zuzubilligen sein, dass sie eine völlig eigene Zuständigkeit für alles durch sie Erschaffene hat. D.h. der Mensch darf sich überhaupt nicht anmaßen wollen, mit seinem unzureichenden Erkenntnisvermögen zutreffend das göttliche Wollen und Wirken zum Inhalt seiner Glaubensverkündigungen machen zu können. Erwiesenermaßen versteigt er sich dabei in Deutungen, die mit der tatsächlichen Beschaffenheit eines Universums göttlichen Ursprungs kaum noch irgendetwas oder sogar überhaupt nichts zu tun haben…      

Nach allem sollte sich allmählich immer stärker diese Einsicht als einzig vernünftiger Ausweg bei der Religionsproblematik durchsetzen: Weil niemand unanzweifelbar wissen kann, was in allen Einzelheiten im Sinne einer („möglichen“) allmächtigen Schöpfungskraft zu geschehen hat, weil zugleich aber auch „das Religiöse“ als ein Teil des gesamten menschlichen Existierens unmöglich völlig zu beseitigen ist, muss es immer für den einzelnen Menschen ganz allein eine individuelle Herausforderung bleiben, wie eine verantwortungsvolle Lebensentfaltung bei Kenntnis größerer Daseinszusammenhänge zu geschehen hat.       

In einer sehr schlüssigen Folgerung hieraus sollte man zu der Einsicht kommen, dass eine allgemeingültig verantwortungsvolle Lebensentfaltung nur nach den Prinzipien der Goldenen Regel zustande kommen kann. D.h. im Zusammenleben jedem den Freiraum zu gönnen, für sich selbst alles tun und lassen zu dürfen, was die generell gleichgelagerten „Lebensentfaltungswünsche“ aller anderen nicht unangemessen beeinträchtigt.

Wenn dies in einer religiösen Grundhaltung geschehen soll, dann muss mit jeder Art von Lebensentfaltung verbunden sein, dass durch das eigene Tun und Lassen alles von einer allmächtige Schöpfungskraft Erschaffene erhalten bleibt und nicht mutwillig zerstört wird.

Für das Zusammenleben erfüllt der Laizismus weltweit genau diese Bedingungen. Laizismus richtet sich niemals gezielt etwa gegen jede Form von Religiosität überhaupt. Lediglich der religiöse Fanatismus muss immer als die Herausforderung erkannt werden, dass hier im Interesse eines möglichst ungestörten allseitigen Zusammenlebens entschieden „gegenzusteuern“ ist.

È

Der entscheidende Schwachpunkt der Relativitätstheorien

Gleich vorausgeschickt: Kritische Einwände gegen die Relativitätstheorien gibt es in einer massenhaften Fülle. Aber stets war das Ergebnis zu diesen Einwänden - alle Voraussagen, die von Albert Einstein durch seine Realtivitätstheorien in Welt gesetzt wurden, erwiesen sich bei allen inzwischen angestellten „Falsifikationsversuchen“ als unbedingt zutreffend.

Es muss daher auf den ersten Blick völlig absurd erscheinen, wenn hier wieder jemand – wie ich – daherkommt, um dennoch zu den Relativitätstheorien vermeintlich vorhandene Schwachstellen aufzeigen zu wollen.

Hier also der entscheidende Schwachpunkt in den Relativitätstheorien der bislang noch nie ausreichend herausgearbeitet wurde; es ist die fehlerhafte Einschätzung bei allen bisherigen Anschauungsweisen zum Wesen der Zeit. (Bei genau dieser Problematik handelt es sich nicht um eine irgendwie nur beiläufige Fehlleistung im bisherigen „Menschheitswissen“; vielmehr liegt hier eine grundlegend bedeutsame Fehlorientierung vor; von mir hierzu immer wieder der Hinweis auf meine Ausarbeitung Enträtselung der geheimnisvollen Zeit aus 2009 mit Auslobungen von zuletzt 8.000 € für einen zu erbringenden Gegenbeweis).

Wie konnte es aber zu der bisherigen Fehlleistung im Verständnis zum Wesen der Zeit überhaupt  kommen? Hier ein Erklärungsversuch: Um neue Erkenntnisse in den Naturwissenschaften zutreffend zu erlangen, muss immer in diesen zwei Schrittfolgen vorgegangen werden. Es ist erstens ein gründliches Vorantasten bei der Untersuchung der tatsächlichen physisch-materiellen Gegebenheiten erforderlich. Und zweitens: Es darf zu diesen Untersuchungsergebnissen bei dem Versuch von schlüssigen Erklärungen der dabei entscheidenden Zusammenhänge  keine „elementaren“ Schwachpunkte geben.

Für die Relativitätstheorien muss bei dieser Sicht gelten: Zu den genialen Leistungen Albert Einsteins gehört es, dass Einstein zu dem legendären Michelson-Morley-Versuch „unbeirrt“ den Lösungsweg gegangen ist, bei dem die Fakten der Versuchsergebnisse konsequent in schlüssige Theorien umgesetzt wurden (eine sehr ergiebige Fundstelle zu dem Michelson-Morley-Versuch in …Einstein mal einfach…, Näheres dazu wenig später).

Und dennoch – so meine Einschätzung: Wenn sich dabei alle geläufigen Zeitvorstellungen als fehlerhaft erweisen, dann muss gerade dies zu grundlegenden Schwachstellen in allen nachfolgenden Theorien führen.      

 Hierzu einige entscheidende Einzelheiten.

Bei der Beschäftigung mit den beeindruckenden Leistungen von Albert Einstein sowie auch den damit verbundenen Wissensbereichen in Kosmologie, Quantenphysik usw. usf. habe ich mich zu grundlegenden Fragen mit allen erreichbaren hilfreichen Veröffentlichungen für diese Bereiche vertraut gemacht. Zu der Problematik, mit der ich mich hier auseinandersetze, greife ich jetzt vor allem aber auf diese eher unscheinbar anmutende Veröffentlichung  zurück: Die Relativitätstheorie/Einstein mal einfach von Heinrich Hemme (Anaconda Verlag  2008). In dem umfangreichen Literaturbestand über Albert Einstein, den ich für mich im Lauf der Jahre immer weiter vervollständigt habe, besticht dieses Buch durch eine eindrucksvolle Klarheit zu allen historischen Entwicklungen und entscheidenden Sachzusammenhängen. Und anhand dieser „Fundstelle“ will ich auch die entscheidende  Schwachstelle  bei der Zeitproblematik in den Relativitätstheorien aufzeigen.

Auf Seite 16 lesen wir unter Geschwindigkeit ...Die Geschwindigkeit eines sich bewegenden Objektes ist das Verhältnis der zurückgelegten Strecke zur dazu benötigten Zeit...

Genau hier setzt jetzt meine kritische Auseinandersetzung mit den gängigen naturwissenschaftlichen Theorien an: Ein sich bewegendes Objekt ist eine eindeutig empirisch erfassbare Größe. Und jeder wahrnehmbare materielle Veränderungsvorgang muss so auch als etwas „physikalisch materiell Existierendes“ gewertet werden. - Aber woraus besteht dann daneben als Weiteres „physikalisch“ die Zeit, die laut diesem „Zitat“ zum Verständnis der Geschwindigkeit gehört?               

Die Zeit ist nach meiner Einschätzung eine Größe, die nur als immaterielle Realität“ existent ist. Was ist damit gemeint? In mehreren Ausarbeitungen habe ich versucht, zu der Realität des Immateriellen die entscheidenden Hinweise zusammenzustellen. Das Immaterielle ist unzweifelhaft Teil des menschlichen Daseins. In meinen bisherigen Ausarbeitungen führe ich dazu „Patentrechte“, „Computer-Software“ usw. als Beispiele für die ganz reale Bedeutung des Immateriellen an. Aber jetzt unsere „Zeitvorstellungen“. Ich behaupte, auch jede Form von „Zeitvorstellungen“ ist lediglich ein immaterielles Geschehen. Damit sollte sich einfach die Frage stellen:  Haben diese Zeitvorstellungen auch nur den geringsten tatsächlich vorhandenen materiellen Gehalt? Ist da etwas tatsächlich stofflich Formbares vorhanden? - Nein! „Zeit“ ist ganz allein auf die Weise vorhanden, wie etwa die Oper Don Giovanni vorhanden ist oder z.B. auch die Legende der Arthus-Sage. Alles existiert hier nur in gedanklicher Speicherung und Festlegung. Mozarts Don Giovanni, die Arthus-Legende und durchweg jede weitere kreative Schöpfungsleistung des Menschen haben dann zwar oft genug auch eine „Abspeicherung“ auf irgendwelchen „materiellen Speichermedien“ gefunden. Aber das eigentliche Schöpferische an diesen Daseinsvorgängen ist stofflich überhaupt nicht erfassbar, ist materiell überhaupt nicht vorhanden. Es sind Daseinsbestandteile, für die sich durchweg die Bezeichnung „immaterielle Realität“ durchgesetzt hat.       

So möchte ich noch einmal herausstellen, worin ich den entscheidenden Schwachpunkt der Relativitätstheorien sehe: Die Relativitätstheorien wurden entwickelt aus genau dem „Blickwinkel“, der sich für unser Wahrnehmungsvermögen anbietet, wenn wir so exakt wie möglich die tatsächlichen physisch-materiellen Daseinsabläufe zu erfassen suchen. Und bei dieser Vorgehensweise ist der Schwachpunkt das menschliche Wahrnehmungsvermögen.

Albert Einstein hat mit dieser Vorgehensweise – grundlegende physikalische Zusammenhänge exakt entsprechend des tatsächlich wahrnehmbaren Wirklichkeitsgeschehens zu berechnen und zu enträtseln -  zweifellos bahnbrechende wissenschaftliche Erfolge erzielt.

Aber zu einem Sachverhalt wurde auch in Einsteins Relativitätstheorien immer noch nicht die einzig zutreffende Lösung gefunden: Was es denn mit dem Wesen der Zeit tatsächlich auf sich hat.

Gerade mit Einsteins Relativitätstheorien verstärkte sich die gängige, weitverbreitete  Überzeugung, bei der Zeit müsse es sich um ein Medium handeln, das über eine völlig eigene Form des Existierens verfügt. Dieses Medium müsse „irgendwie“ auch einen ganz eigenen stofflichen Gehalt haben. Und nach allen Vermessungen und Berechnungen, die nach der Faustformel erfolgten „die Geschwindigkeit eines sich bewegenden Körpers ist das Verhältnis der zurückgelegten Strecke zur dazu benötigten Zeit“, müssten dann z.B. auch alle dabei anscheinend auszumachenden „Zeit-Paradoxien“ Erklärungen finden in einer irgendwie „stofflich verformten physikalischen Größe Zeit“.    

Es gibt keinen einzigen Beweis, dass diese Anschauungsweise richtig ist. Rein hypothetisch in der Vergangenheit konzipierte Größen wie etwa „Phlogiston“ oder auch „raumausfüllender Äther“ waren nach gründlicher Untersuchung nicht mehr haltbar. Ich behaupte, auch die „Zeit“ als ein irgendwie physikalisch stofflicher Bestandteil unserer Daseinswirklichkeit wird sich bei gründlicher Überprüfung aller Zusammenhänge als nur „rein hypothetisch vorausgesetzt“ erweisen - ohne jede physisch-materielle Realität.

Bislang hatte die Zeit den Status, eine irgendwie reale Größe zu sein – mit der Folge, dass rein spekulativ diese anscheinend real vorhandene Größe die vielfältigsten Zeitverformungen zulässt. Zu welchen absurden Denkentgleisungen diese Annahme führt, das ist einer der Schwerpunkte in meinen Ausarbeitungen über möglichst realitätsnahe Orientierungswege.  

È