Themenbereich Zeitabsurditäten in der Wissenschaft und anderswo

Ergänzende Ausarbeitungen über das Versagen der Wissenschaft bei der Bewältigung der Zeitproblematik

Vorbemerkung

Einleitung      

Zeit ist physikalisch niemals existent

Die unsinnigen Auswirkungen einer fehlerhaften Zeitwahrnehmung im Bereich der Physik

Das aktuell einzig zutreffende Wirklichkeitsverständnis unter Einbeziehung der tatsächlich existierenden immateriellen Daseinsbereiche

Das Immaterielle im Spannungsbereich zwischen Wahn und Wirklichkeit  

Eine empirisch begründete Korrektur zu dem üblichen Zeitverständnis   

Anhang

Molekularbiologische Ursachen für die gravierend fehlerhafte Zeitwahrnehmung in der Physik

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Vorbemerkung

Mit den folgenden „ergänzenden Ausarbeitungen“ vertiefe ich meine grundlegend gewonnene Überzeugung, dass all unsere Realitätsauffassungen nichts Anderes sind als die Leistungen und Resultate unserer Denkfähigkeit überhaupt.

Wie das gesamte Dasein selbst beschaffen ist, das weiß niemand. Aber soviel sollte als Grunderkenntnis allgemein Gültigkeit haben: Alles, was man über die Daseinswirklichkeit weiß oder zu wissen meint, das wurde einzig und allein als ein Werk der Menschheit entwickelt über Jahrtausende im Wege eines bewussten Erarbeitens größerer Zusammenhänge. Außerhalb dieser „Kulturleistung der Menschheit“ gibt es keine „sich physisch-materiell konstant aufbauende stabile Daseinsbeschaffenheit“; hier ist physisch-materiell alles unaufhaltsam im Fluss eines stets nur tatsächlich gegenwärtigen Augenblicksgeschehens. Es gibt (etwa spekulativ „zusätzlich“ konstruiert) kein tatsächlich existentes „Vorher“ und es gibt auch nicht ein zukünftiges Geschehen als ein tatsächlich existentes Wirklichkeitsabbild.

Es ist allein das Denkvermögen des Menschen, das das Entstehen größerer Vorstellungswelten ermöglicht und ermöglichte. Und dieses Denkvermögen hat die eigenartige Beschaffenheit in einer großen Bandbreite sich sowohl solche Zusammenhänge „zu eigen zu machen“, die einigermaßen wirklichkeitsgetreu das tatsächliche Daseinsgeschehen widerspiegeln als auch in einer Art „Innenschau“ unwirkliche Vorstellungswelten künstlich zu konstruieren. Im Grunde greift das Denkvermögen immer über alles hinaus, was unmittelbar erfahrbar ist; das Abweichen aber dabei von den tatsächlich vorfindbaren Daseinsgegebenheiten kann von geringsten Ausmaßen bis zu den absurdesten „Wirklichkeitsverzerrungen“ reichen.

Das Menschheitswissen war und ist immer ein Gemenge gerade derartiger „Denkleistungen“.

Zu unserer Kenntnis über dieses Menschheitswissen gehört selbstverständlich auch, dass es hier so etwas wie eine „Aufwärtsbewegung“ gibt. Dabei bewegte sich in der Vergangenheit der jeweils erreichte Wissenstand zunächst immer nur in dem Rahmen dessen, was einigermaßen zuverlässig gerade als „Wirklichkeitsvorstellung“ verbreitet war – in der Ausbreitung jeweils über ein regionales Gebiet gleichen „Wissensstandes“ in der gerade erreichten Zeitepoche.         

Diese „Aufwärtsbewegung“ ist auch unser heutiger Wissenszustand. Über die tatsächliche Daseinsbeschaffenheit wissen wir heute zwar mehr als in jeder früheren Epoche. Aber die letzten tieferen Zusammenhänge sind uns immer noch verborgen.

Die folgenden „ergänzenden Ausarbeitungen“ setzen immer wieder bei der anscheinend ungelösten Zeitproblematik an. Wiederholungen und Überschneidungen sind dabei im Interesse der Sache kaum vermeidbar.

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Einleitung

Unzählige Versuche, für das Existieren und das Zustandekommen unserer Daseinswirklichkeit völlig schlüssige Erklärungen zu finden, scheitern nach meiner Auffassung oft genug, weil bei dem Erfassen aller tatsächlich vorhandenen Zusammenhänge häufig in einer allzu eingeengten Sichtweise vorgegangen wird.

Ziemlich deutlich erkennbar geschieht dies bei den Bewältigungsversuchen zu der Zeitproblematik.

Die Zeit wird üblicherweise und allgemein verbreitet als ein irgendwie fester Bestandteil auch unserer physisch-materiellen Daseinswirklichkeit eingeschätzt. Ich dagegen behaupte völlig abweichend davon: Unsere Zeitwahrnehmung geschieht ausschließlich in der Form von inneren organisch-molekularen Abspeicherungen und den damit verbundenen andauernden Umrechnungen alles Wahrgenommenen. Eine tatsächlich „physikalisch“ vorhandene Zeit ist nicht wirklich existent. Die gesamte physisch-materiell vorhandene Daseinswirklichkeit ist nur in der Form von unablässig anhaltenden Veränderungsvorgängen vorhanden ohne dabei jemals „echte“ Zeitspannen, Zeitverzögerungen aufzuweisen. 

Sollte sich diese Auffassung als die einzig zutreffende Wirklichkeitssicht erweisen, dann ergeben sich daraus nur diese beiden allein möglichen Folgerungen für sämtliche Vorgehensweisen zu dem bisher üblichen Zeitverständnis.

Die erste Folgerung:

Die Behandlung der Zeit als einen tatsächlich existierenden physisch-materiellen Bestandteil unserer Daseinswirklichkeit muss aufgegeben werden. Die Zeit muss dann aufgefasst werden als eine den Menschen unablässig begleitende immaterielle Realität, die für sein gesamtes Leben einen entscheidenden Anteil an seinem unablässigen Planen und Orientieren einnimmt. - Auf die sehr „wirklichkeitsgetreue“ Deutung und Beschreibung überhaupt dieses „Immateriellen“ als einen festen Bestandteil des menschlichen Lebens bin ich bereits in mehreren Ausarbeitungen eingegangen; in diesen „ergänzenden Ausarbeitungen“ noch einmal eine ausführlichere Erläuterung.

Zwingend darf dann auch bei allen „physikalischen Berechnungen“ die Zeit nicht mehr als eine tatsächlich vorhandene Größe angesetzt werden. Die Zeit muss dann als ein „Instrument“ für das Vermessen und Berechnen von tatsächlich ablaufenden Veränderungsvorgängen in immer nur Annäherungswerten Verwendung finden. Alles, was uns durch die „Physik“ über die Zeit vermittelt wird, wäre dann lediglich als ein Zusammentragen von „Behelfstheorien“ aufzufassen, mit deren Hilfe im besten Fall in höchster Annäherung eine Beschreibung allen Veränderungsgeschehens in den tatsächlichen Wirklichkeitsabläufen zustande kommt.

Die weitere Folgerung:

Man muss sich von der Vorstellung lösen, als könne allein durch irgendwelche theoretischen Zeitbestimmungen tatsächlich das physisch-materielle Daseinsgeschehen unmittelbar selbst direkt oder indirekt beeinflusst werden. Das tatsächlich in ständiger Veränderung ablaufende Daseinsgeschehen kann durch keine Theorie irgendwelche zeitlichen „dauerhafte Spannen“ oder sonstige Umformungen erfahren; was  an (vermeintlichen) Erkenntnissen in diesem Zusammenhang

allein durch „Extrapolation“ gefolgert wird darf nie den Anspruch erheben die tatsächlich erfahrbare Realität widerzuspiegeln. Wenn z.B. „spekulativ“ entwickelt wird, wie „die Zeit“ (eine eigenständig existierende  Zeit) Einfluss auf das materielle Geschehen haben könnte, so ist dies ein unzutreffendes Hinzuerfinden zu der physisch-materiellen Beschaffenheit der tatsächlich existenten Daseinswirklichkeit. 

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Zeit ist physikalisch niemals existent

Einige Bemerkungen zu den irrtümlichen Einschätzungen über das Wesen der Zeit. Die Zeit lässt sich rückblickend nur als etwas irgendwie Vorhandenes einschätzen, das augenscheinlich ganz unbestreitbar als Bestandteil der Daseinswirklichkeit aufzufassen war,  von dem aber niemand genau sagen konnte, woraus die Zeit denn nun tatsächlich bestand. Aber die Zeit gehörte und gehört für den Menschen einfach zu der Lebenswirklichkeit, bei der ein zuverlässiges Orientieren durch eine „Zeitbezogenheit“ immer von höchster Wichtigkeit ist.   

In der Physik wird heute und wurde in allen früheren Epochen speziell so auch die Zeit durchgehend als eine Größe aufgefasst, mit der man für alle Vermessungs- und Berechnungs-Verfahren stets zu schlüssigen Resultaten kam.

Für die Physik kam es aber durch das legendäre Michelson-Morley-Experiment Ende des 20. Jahrhunderts zu einem grundlegenden Umdenken bei allen geläufigen Zeitvorstellungen: Durch den Michelson-Morley-Versuch, mit dem die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Erdbewegung bewiesen wurde, war man im Bereich der Physik erstmals unabwendbar herausgefordert, sich mit den eigentlich tatsächlichen Zeit-Zusammenhängen intensiver auseinander zu setzen.    

Was war das entscheidende Beobachtungsergebnis, durch das alles zuvor gültige Vermessen und Berechnen fragwürdig wurde?

Vereinfacht wiedergegeben: Zuvor war es eine Gewissheit, dass man bei allen physikalischen Veränderungsvorgängen jede hinzukommende Beschleunigung durch eine Addition hinzufügen konnte, um brauchbare Resultate  zu erzielen. Das Michelson-Morley-Experiment jedoch zeigte auf, dass hier ein völliges Umdenken einzusetzen hatte.   

Nach diesem Stand, der auch heute noch gültig ist, halte ich jedoch (völlig abweichend von den daraufhin in der Physik vorgenommenen Zeitinterpretationen) diese Erkenntnis für einzig richtig und unwiderlegbar zutreffend: Zeit ist physikalisch niemals wirklich existent. Alles, was in der Physik zu der Zeit bisher an Resultaten gewonnen werden konnte, beruht ganz allein auf jeweils bereits gewonnenen Messergebnissen. Niemals wurde dabei jemals eine tatsächlich für sich selbst physisch-materiell existierende Zeitspanne selbst gemessen (aus dem ganz einfachen Grund - weil derartiges überhaupt nicht als Realität existent ist).

Ein „Gegenbeweis“ wurde nie erbracht. (Hinweis auf meine Auslobungen 2011 zu dieser Problematik.)

Als „Fazit“ bedeutet diese Feststellung (behaupte ich), dass in der Physik nach so einer anzuratenden Erkenntnis-Korrektur mit einer weiterhin nur spekulativ eingesetzten  Größe „Zeit“ unmöglich jemals ein unbedingt zutreffendes Ergebnis für das Erfassen der tatsächlichen  Wirklichkeitsabläufe erzielt werden kann.

Zeit ist tatsächlich nur eine „Hilfsberechnungsgröße“, bei der einzig und allein einigermaßen brauchbare Annäherungswerte erzielt werden können. Unmöglich aber kann aus dem Ansatz von hypothetisch vorausgesetzten Zeitgrößen her das tatsächlich ablaufende Wirklichkeitsgeschehen  exakt in allen Einzelheiten erfasst werden. Vielmehr sind allenfalls Berechnungsergebnisse in  der Form von Annäherungswerten möglich als brauchbares Material zur „Erkundung“ der Beschaffenheit der tatsächlich vorhandenen physisch-materiellen Daseinsrealität.

Insbesondere das allzu kühne geistige Erschaffen von nur spekulativ erdachten Zeitkonstruktionen darf niemals mit dem Anspruch  verknüpft werden, damit könnte – allein schon wegen einer theoretisch begründeten Schlüssigkeit  - ein ausreichend wahres Abbild des tatsächlich physisch-materiellen Wirklichkeitsgeschehens zustande gebracht worden sein.

Ich behaupte also, dass im Bereich der Physik ein Wahrnehmungsversagen bei den Einschätzungen zum Wesen der Zeit sehr verbreitet ist.

Ehe in der Physik weiterhin in größter Selbstverständlichkeit immer wieder auf die anscheinend stets zuverlässigen Zeit-Vermessungen und –Berechnungen zurückgegriffen wird müsste endlich zunächst einmal der Beweis erbracht werden, dass die Zeit als eine physisch-materielle Größe tatsächlich existiert.

Nachsatz zu dem Michelson-Morley-Experiment: In der Literatur und in „Internet-Fundstellen“ wird dieses Experiment sehr ausführlich beschrieben. Hier ist aber nur die dabei gewonnene Erkenntnis wichtig: Dass eben bei bewegten Körpern nicht mit beliebig hohen Beschleunigungen „gerechnet“ werden kann; es gibt hier eindeutig nachweisbar letzte „Grenz-Höchstgeschwindigkeiten“ im tatsächlichen Naturgeschehen, die nicht – wie auch immer – beliebig erhöht werden können. Bei dieser Sachlage ist es unerheblich, ob mit dem Michelson-Morley-Experiment absolut zutreffende Vermessungen erzielt wurden. Entscheidend ist, dass die Tatsache einer überhaupt nur möglichen Geschwindigkeits-Höchstgrenze für alle materiellen Veränderungsvorgänge nachgewiesen wurde.  

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Die unsinnigen Auswirkungen einer fehlerhaften Zeitwahrnehmung im Bereich der Physik

Eine der wichtigsten physikalischen Größen ist die Zeit – von der ich jedoch behaupte, dass es „Zeit“ physisch-materiell überhaupt nicht gibt. „Zeit“ als physikalische Einheit kommt nur durch eine fehlerhafte Einschätzung der tatsächlichen Zusammenhänge zustande (erstmals von mir zusammenhängend beschrieben September 2010 unter Enträtselung der geheimnisvollen Zeit http://www.kant-kosmos-reales.de/Kosmologisches.htm).

Ein Anlass für mich diese gesamte Thematik noch einmal aufzugreifen ist der TV-Sendebeitrag auf ARTE vom 13.10.2012 Der Stoff, aus dem der Kosmos ist, USA 2012: Brian Greene zeigt eine neue Art, Zeit zu sehen, bei der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig existieren. – Es wird dem  Publikum suggeriert: Zeit ist etwas derart Unerklärbares, dass die theoretische physikalische Bewältigung aller Zeitprobleme nach gewöhnlichem Auffassungsvermögen kaum nachvollziehbar ist. Und deswegen ist bei einem tieferen Verständnisvermögen diese spezielle Theorienkonstruktion zu akzeptieren: Zeit als anscheinend etwas wie ein „Gebirgsfluss ständig Fließendes“ kann auch einmal geradezu „gefrieren“; das Medium „Zeit“ kann also unter bestimmten Umständen zu einem völligen Stillstand kommen, alles Zeitgeschehen kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen aber auch sowohl vorwärts wie gleichfalls rückwärts laufen usw. usf. – Verblüffend, was man demzufolge mit dem Medium Zeit alles zusammenzaubern kann, alles mit dem Anspruch wissenschaftlicher Vorgehensweise...      

In Irrte Einstein? setzt sich Egbert Scheunemann sehr eingehend mit verschiedenen verbreiteten Interpretationen zu der „Zeit“ auseinander und weist dabei nach, dass hierbei am tatsächlichen Wirklichkeitsgeschehen gemessen vieles nur in theoretischen Denkkonstruktionen existiert. Unter Zusammenfassung der Ergebnisse führt Scheunemann u.a. aus: Ein informierter Blick offenbart sämtliche Ansammlungen von Materieenergie bzw. Energiematerie im gesamten Universum als permanent bewegt… der Kopf eines Menschen bewegt sich, gemessen am exakten Erdmittelpunkt , relativ schneller als seine Füße, falls er aufrecht steht und vermeintlich ‚ruht‘. Das Blut in seinen Adern bewegt sich relativ zu seinen Kapillaren. Seine Gehirnströme bewegen sich relativ zu seinen Neuronen. Die Elektronen, aus denen diese Neuronen unter anderem bestehen, bewegen sich relativ zu den Protonen, aus denen sie auch bestehen. Alles bewegt sich permanent relativ zu irgend etwas anderem     

Ich greife diese Fundstelle auf, um gleich auf den Kern meiner Auseinandersetzung mit der irrtümlichen Auffassung zum Wesen der Zeit durch die „Physik“ zu kommen.

In Enträtselung der geheimnisvollen Zeit gelingt mir – behaupte ich – der Nachweis, dass jegliche Zeitwahrnehmung ausschließlich dadurch zustande kommt, dass mit der Entstehung des Organischen im gesamten Entwicklungsgeschehen erstmals „Zeitspeicherungen im Bereich des Immateriellen“ ermöglicht wurden. Jedes Lebewesen vermag in seiner „molekularen Innensteuerung“ das eigentlich unablässig in Veränderungsvorgängen ablaufende Daseinsgeschehen so zu beeinflussen, dass hierbei im Organismus „Zeitverzögerungen“, „Zeitspannen“ entstehen.

Es handelt sich hierbei eindeutig um „materielle“ Vorgänge. Aber verglichen mit allem sonstigen physisch-materiellen Geschehen kommen hier – meine ich – molekulare Speicherungen, Rückkopplungen, Steuerungen zustande, die durch anscheinende „Zeitdehnungen“ nicht mehr völlig mit den Erscheinungsformen aller sonstigen nur in unablässigen Veränderungen ablaufenden Daseinsvorgängen übereinstimmen.

Der Mensch ist selbstverständlich auch mit dieser Befähigung einer „inneren molekularen Speicherung“ ausgestattet. Aber bei dem Menschen kommt noch eine weitere „Vervollkommnung“ hinzu: Der Mensch verfügt über ein reflektierendes Denkvermögen, verfügt über Bewusstsein.

Und erst mit der Gabe dieses Bewusstseins vollzieht sich für ihn, dass er sich beständig die gesamte Daseinswirklichkeit in – wie ich es nenne – immateriellen Wahrnehmungsinterpretationen „aneignet“ (ja, aneignen muss!).      

Ich behaupte also, dass so auch die gesamte Zeitwahrnehmung überhaupt auf diese Weise ausschließlich „immateriell“ (in der hier angedachten Begriffsbildung)  zustande kommt.

Und genau hierin wird auch das Versagen der Physik für diesen Bereich erkennbar: Wenn doch ganz eindeutig richtungsweisend ein wissenschaftliches Erforschen dieser letztlich physikalisch „molekularen“ Zusammenhänge möglich wäre – warum gleitet hier die Physik in rein imaginäre „Zeitdeutungen“ ab? Warum nimmt sie nicht forschend die doch eigentlich allein bedeutsame Spur auf: Wie gelingt es den nur aus „physikalischen Größen“ existierenden Bestandteilen des Organischen überhaupt die doch sehr genau beobachtbaren Speicherungsvorgänge, Rückkopplungsvorgänge zu erzielen? (Es muss ja nicht ‚sofort‘ eine Lösung zu dieser Problematik gefunden werden; viel gewonnen wäre schon, wenn überhaupt eine Abkehr von einer – doch eigentlich erkennbaren elementaren Fehlorientierung – zustande käme.)

Denn soviel dürfte unbedingt klar sein: Auch in allen Bereichen des Organischen gibt es nie etwas Anderes als ein unablässig ablaufendes Veränderungsgeschehen (Hinweis auf die obige Fundstelle Egbert Scheunemann). Es wäre also zu erforschen, wie hier trotz unablässiger Veränderungen gerade solche „Speicherungsvorgänge“ erfolgen können, dass daraus die aus vielen Experimenten nur allzu bekannten biologischen Steuerungen bewirkt werden.      

Hier sehe ich das völlige Versagen der heutigen „theoretischen“ Physik. Mit meinen Ausarbeitungen zum Wesen der Zeit habe ich den Denkanstoß geschaffen, dass in der Naturwissenschaft die Einsicht in eine völlige grundlegende Fehlorientierung bei der Auseinandersetzung mit der „Zeit“ offenkundig werden könnte. Kurz: Im Umgang mit einer rein imaginären Zeit wird bei einem speziellen Forschungsbereich in abenteuerlichsten Theoriebildungen oft im völligen Leerlauf  agiert. Die ARTE-TV-Sendung Der Stoff, aus dem der Kosmos ist ist hierzu nur ein – wenn auch besonders krasser – Beispielsfall in dieser Richtung.

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Das aktuell einzig zutreffende Wirklichkeitsverständnis unter Einbeziehung der tatsächlich existierenden immateriellen Daseinsbereiche

Allem liegt meine Einschätzung zugrunde, dass es Zeit als eine eigenständig physisch-materiell existierende Größe nicht gibt und nie gegeben hat.

Das tatsächlich existente Wirklichkeitsgeschehen verläuft nach meiner Theorie ganz allein wie in  einem unermesslich gewaltigen Wirbelgeschehen ohne in allen beteiligten Ablaufvorgängen jemals einen echten Stillstand aufzuweisen.

Zeit -  wie wir sie als das geradezu Selbstverständlichste erleben – kommt ganz allein dadurch zustande, dass der Mensch in „inneren molekularen Abspeicherungen“ das tatsächliche, nur in „Augenblicksmomenten ablaufende Wirklichkeitsgeschehen“ zu blockieren vermag, um es dabei dann reflektierend in einer immateriellen Wirklichkeitssicht zu „erleben“ und auszugestalten. (Nach meiner Theorie vollzieht sich ein derartiges molekulares Abspeichern in jedem „organischen Lebewesen“ überhaupt; einzig der Mensch hat zusätzlich die Befähigung alles derart innerlich Abgespeicherte reflektierend zu einer völlig eigenen „Gedankenwelt“ auszugestalten und umzugestalten.)   

Aber wenn nach meiner Theorie „Zeit“ unmöglich jemals als eine physisch-materiell vorhandene Größe existiert hat – welche Erklärung soll es denn dann dafür geben, dass die Zeit für den Menschen  dennoch eine überaus vertraute Größe ist – mit der rechnen und planen kann, die den Inhalt all seiner  Erinnerungen ausmacht usw. usf.?

Die ziemlich einfache Erklärung: Wir haben es hier mit einer immateriellen Realität zu tun. Es handelt sich um ein Daseinsgeschehen, dessen Zustandekommen zwar außerordentlich rätselhaft ist, das sich aber in seinem tatsächlichen Vorhandensein sehr exakt eingrenzen, bestimmen und beschreiben lässt.

Mit dieser Erkenntnis gelangen wir zu einem Wirklichkeitsverständnis, das sich völlig von jedem (wie ich meine) „diffusen“ Wirklichkeitsverständnis der Vergangenheit abhebt.

Alles,was uns als (im weitesten Sinn) Zeitgeschehen vertraut ist, existiert niemals in einer tatsächlich physisch-materiell auffindbaren Realität. Es existiert (ganz real) ausschließlich dadurch,   dass durch die menschliche Denkbefähigung Ereignisse (welcher Art auch immer) „festgehalten“ werden – um dann in „Erinnerungen“ für das eigene Planen verfügbar zu sein – oder auch durch „Weitergabe in Wort und Schrift“ zu einem „Planungsgut für jedermann“ werden zu können.

Das bedeutet, dass all unser Wissen nie etwas Anderes sein kann als eben genau diese „immaterielle Aneignung“ irgendwelcher direkt oder indirekt erfahrbarer Vorkommnisse, die wir uns für unser individuelles Daseinsverständnis zu eigen machen.   

Ich meine, mit dieser generellen Erkenntnis sollten unzählige geläufige Fragen in Sachen „Wahrheitsfindung“, „Erkenntnisfähigkeit“ usw. als überholt einzuschätzen sein. Mit welcher stofflich-materiellen Daseinsbeschaffenheit  wir  es in unserer Lebenswirklichkeit tatsächlich zu tun

 haben, das können wir unmöglich in Erfahrung bringen. Denn unsere „bestmögliche“ Wirklichkeitserfassung kann ja unmöglich die Grenzen dieser nur immateriellen Daseinssicht überwinden. (Andernfalls müssten wir uns ja von der tatsächlich einzig sachgerechten Einsicht her orientieren können: Nämlich dass unsere „Zeitvorstellungen“ niemals ein exaktes Abbild des tatsächlichen Wirklichkeitsgeschehens sind sondern nur eine unüberwindbar immaterielle Verzerrung zu den unablässig ablaufenden physisch-materiellen Veränderungsvorgängen, mit denen wir es im rein materiellen Geschehen ausschließlich zu tun haben.)

Wenn man sich ernsthaft in diese Einsichten vertieft, dann muss man entgegen dem bisherigen Wirklichkeitsverständnis zu ganz entscheidenden Korrekturen bereit sein: Sämtliche Wirklichkeitsbilder und Weltbilder, mit denen wir „irgendwie“ vertraut sind, sind niemals eine exakte Wiedergabe auch nur irgendeines Geschehens. Es sind immer nur „immaterielle Überlieferungen“, die im besten Fall eine höchste Annäherung an ein tatsächliches Geschehen „dokumentieren“ (kurz: alles „Historische“ ist immer nur „menschengemacht“, im besten Fall allerdings in einem Höchstmaß von Authentizität).

Und weiterhin: Wenn hier jetzt speziell die Naturwissenschaft in all ihren Forschungsbereichen mit einer vermeintlich tatsächlich existierenden Größe „Zeit“ arbeitet, dann läuft sie hierbei immer Gefahr, an fehlerhafte Resultate zu gelangen (denn physisch-materiell gibt es keine Zeit! Und jedes naturwissenschaftliche Forschungsergebnis, dem eine anscheinend tatsächlich physisch-materiell existierende Zeit zugrunde gelegt wird, muss zu fehlerhaften Aussagen gelangen).     

Damit will ich niemals sagen, dass jeder Fortschritt in den Erkenntnissen der Naturwissenschaften generell in Frage zu stellen ist. Im Gegenteil – wenn nur irgend etwas Zuverlässiges über die tatsächliche Daseinsbeschaffenheit in Erfahrung zu bringen ist, dann vor allem durch die zuverlässigen Erkenntnisse der Naturwissenschaft. Aber genau genommen hat man es hier in der Menschheitsgeschichte durchweg immer nur mit „Korrekturen“ zu tun. Korrekturen am bislang naturwissenschaftlich gesicherten Weltverständnis, sofern mit dem fortgesetzten Erforschen und Entdecken die genaueren Zusammenhänge für gerade derartige Korrekturen aufgefunden wurden.

Grundsätzlich muss für ein einzig zutreffendes Wirklichkeitsverständnis gelten: Jeder Mensch hat   als „ursprüngliche Orientierungsbefähigung“ zunächst immer nur seine individuell eigene Wahrnehmungsverarbeitung, d.h. jeder Mensch bringt aus seiner Orientierungsbefähigung seine  selbstgesteuerte Zeitmessung, Zeitspeicherung, Zeitwahrnehmung zustande – und es gehört dann zu seiner Lebenserfahrung, dass im Miteinander mit anderen Menschen beständig die eigenen Zeitwahrnehmungen mit den gebräuchlichen Zeitmessungen abzustimmen und irgendwie in Einklang zu bringen sind.

Daraus folgt unter anderem auch: Weil es eine eigenständig physisch-materiell existierende Zeit überhaupt nicht gibt, nimmt jeder einzelne Mensch jeden Veränderungsvorgang in eigener Beobachtung und innerer („molekularer“) Abspeicherung wahr. Der physisch-materielle Veränderungsvorgang selbst ereignet sich immer nur „punktuell“, also ohne jede „Zeitausdehnung“. Alles, was etwa physikalisch als Zeitgeschehnisse gedeutet und berechnet wird („Zeitdilation“usw.), hat mit den tatsächlich physisch-materiellen Daseinsvorgängen nichts zu tun.              

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Das Immaterielle im Spannungsbereich zwischen Wahn und Wirklichkeit  

Das Bewusstsein des Menschen funktioniert auf die Weise, dass hier immer zwei verschiedene Realitätsbereiche „ineinander fließen“: Zum einen wird vieles von dem wahrgenommen, was tatsächlich physisch-materiell geschieht. Zum anderen  werden aber immer auch in einer inneren Eigensteuerung nebenher kreativ Vorstellungen entwickelt, die nicht mit materiellen Vorgängen identisch sind; sie sind immateriell Erschaffenes, das zusätzlich zu allem stofflich-materiellen Geschehen nur als selbst geschaffene Gedankenwelt existiert.

Ich hab dies alles entwickelt und vertieft von meiner Erkenntnis her, dass es Zeit als eine physisch-materiell eigenständig existierende Größe nicht gibt. Inzwischen ist mir klar geworden – diese daraus entwickelte Aussage „Zeit gibt es nicht“ und trotzdem gibt es ganz genaue Zeitvorstellungen (dabei Kenntnis auch über größte Zeiträume), so etwas anscheinend unauflösbar Widersprüchliches muss verständlicher erklärt werden. Nach meiner Einschätzung existiert Zeit nur als eine immaterielle Größe, die wir in unserem Inneren allein durch das Abspeichern der unablässig ablaufenden Veränderungsvorgänge im materiellen Naturgeschehen erzeugen. Im tatsächlich ablaufenden physisch-materiellen Naturgeschehen gibt es keine Zeit, niemals einen „zeitlichen Stillstand“. – Wenn ich in meinen Ausarbeitungen von „Zeitvorgängen“ spreche, dann ist damit immer nur eine „allein immateriell vorhandene Zeit“ gemeint.

Ich greife dafür zurück auf Fundstellen mit ganz klaren Festlegungen zu der „Beschaffenheit“ des Immateriellen.

Hier eine kleine Fundstellen-Auswahl; es werden durch dieses Quellenmaterial die entscheidenden Zusammenhänge erkennbar.

Güter – Materielle Güter sind stofflicher Natur. Die zu ihrer Herstellung getätigten Aufwendungen sind mess- bzw. zählbar und damit volks- und betriebswirtschaftlich bewertbar… Immaterielle Güter weisen keine stoffliche Substanz auf. Zu den immateriellen Wirtschaftsgütern gehören zum Beispiel marktlich verwertete Rechte wie Patente, Lizenzen sowie Software… Digitale Güter existieren – wie der Name schon sagt – nur in digitaler Form, sie haben als Güter keinen gegenständlichen physischen Anteil … Beispiele: Software-Produkte, Abfrage einer Online-Datenbank…    http://www..iwk-svk-dresden.de/Demo/Bwllex/html/G/Gueter.htm

Immaterielles Wirtschaftsgut - … Immaterielle Wirtschaftsgüter sind nicht körperliche Güter – jedenfalls stellt der körperliche Bestandteil nicht die Hauptsache  … http://unternehmerinfo.de/Lexikon/I/Imma

Die bei allem entscheidende Besonderheit für eine derartige „Konkretisierung“ des Immateriellen lässt sich in weiteren im Internet erreichbaren Fundstellen nachlesen; es geht dabei immer um eine in unserer Alltagswelt vorhandene Realität des Immateriellen und um die unterschiedlichen „Verankerungen“ dieses Immateriellen mit materiellen Trägersubstanzen.

Was ich seit langem in meine Ausarbeitungen über eine „nur immateriell existierende Zeit“ aufzeigen wollte ist diese Besonderheit unserer menschlichen Lebenswelt: Zu unserer Daseinswirklichkeit gehört unabweisbar, dass wir mit beständig anhaltenden Eingewöhnungen an das uns stets begleitende Immaterielle leben. Das erstreckt sich über alle Lebensbereiche.

Es ist aber gerade die Zeitproblematik, durch die in aller Schärfe erkennbar wird, wie sogar Naturwissenschaftler „blind“ für das Erkennen derartiger Zusammenhänge sind.

Für alle Lebensbereiche gilt in diesem Zusammenhang: Die dem Menschen von Natur generell verliehene innere Gestaltungsbefähigung reicht tatsächlich von einer einigermaßen zutreffenden Wirklichkeitserfassung bis hin zu Wahn-Konstrukten, die in völliger Wirklichkeitsblindheit alles nur irgend immateriell Zugängliche zum Inhalt einer nur in Fiktionen existierenden Wirklichkeit machen.    

Zu dem bekannten „ewigen“ Fragenkatalog „woher, wozu, warum“ müsste also eigentlich vorweg immer als erstes die Frage gestellt werden: Wer sind wir überhaupt? Wodurch sind wir überhaupt diese Geschöpfe geworden, die sich über sich selbst und alles Mögliche sonst den Kopf zerbrechen können? Und wie sind die Ergebnisse zu beurteilen, die wir dabei zustande bringen?

Und da sollte ganz klar gelten: Mit unserer Begabung, uns in Ausuferungen alle möglichen immateriellen Welten als die für uns gültigen Realitäten erschaffen zu können ist eigentlich immer  auch dieses „Korrektur-Gegensteuern“ erforderlich: Wenn man denn schon einmal mit Denk- und Einsichts-Vermögen begabt ist, dann sollte das Herausforderung genug sein hieraus das Bestmögliche zu machen.     

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Eine empirisch begründete Korrektur zu dem üblichen Zeitverständnis   

Ich habe zu der latent rätselhaften Zeitproblematik die Lösung gefunden mit dieser entscheidenden Feststellung: Eine eigenständig physisch-materiell existierende Zeit gibt es überhaupt nicht. Im tatsächlich materiell vorfindbaren Daseinsgeschehen finden ausschließlich ständig ablaufende Veränderungsvorgänge statt – ohne jeden echten Stillstand, ohne irgendwelche wirklich existierende Zeitspannen.

Diese Einschätzungen habe ich 2010 auf meiner Web-Seite ‚kant-kosmos-reales‘ wiedergegeben. Anschließend einige Versuche, diese Erkenntnisse öffentlich weiter zu verbreiten. Das hat jedoch kaum ein Echo gefunden. Um die Ernsthaftigkeit meiner Ausarbeitungen „unter Beweis zu stellen“ und um denkbare Gegenbehauptungen herauszufordern habe ich dann den Weg der Auslobung gewählt, zunächst mit einem „Preisgeld“ von 5.000€, nachfolgend noch einmal erhöht auf 8.000€, hierzu dann die letzte Befristung bis 30. Juni 2012.

Auch hierauf gab es kaum ein Echo.

Aber im weiteren Verlauf merkte ich dann bei Vertiefungen in die Materie, dass ich mit meinen Erarbeitungen auch in den Erkenntnisbereich von herausragender Philosophie hineingeraten war. Das war eine Wendung, die ich eigentlich gern vermieden hätte. Die Philosophie sehe ich als eine geistige Betätigung an, die sich heute an echter Sachbezogenheit gemessen nur noch in einem Leerlauf bewegt.

Aber weil ich mit meinem Interesse daran, überhaupt größte Daseinszusammenhänge begreifen zu wollen eben auch „das Rätsel Zeit“ als Denkaufgabe vorfand musste ich feststellen, dass meine „Zeitenträtselung“ entscheidend auch die philosophischen Denkkonstruktionen der Vergangenheit durcheinander bringt.

Mein Bestreben, möglichst alle tatsächlich auffindbaren Daseinsgegebenheiten verstehen zu wollen, zielt in Richtung „Realismus“ oder auch „Empirismus“. Und um hier jetzt einmal speziell den Empirismus hervorzuheben – in der Vergangenheit haben sich auch die klügsten Köpfe hierzu den Kopf zerbrochen, weit zurück, aktuell aber auch sehr gegenwartsnah.

Gerade der Empirismus ist dabei durch entscheidende Fehleinschätzungen in eine miserable Wertung geraten. So kam es durch das Verfolgen einer falschen Fährte (mit viel Leerlauf) zu vielen Fehlern; Auslöser ist dabei der entscheidende Wahrnehmungsfehler, „was denn die Zeit tatsächlich ist“. Und als eine weitere Folge dieses „Auslösers“ (dieses entscheidenden Wahrnehmungsfehlers) dann eine Überfülle an sich darauf aufbauenden Denkfehlern.   

Hier die entscheidend falschen Weichenstellungen durch Wahrnehmungsfehler und den sich darauf aufbauenden Denkfehlern.

Soweit man sich auch mit allen bisherigen Auseinandersetzungen zu der Zeitproblematik beschäftigt – die Größe „Zeit“ wird und wurde immer als eigenständig Existierendes im Dasein vorausgesetzt, teils „bedenkenlos“, teils auch in tieferen Begründungsansätzen. Dem halte ich jetzt entgegen, dass es „Zeit“ als eine eigenständig existierende Größe überhaupt nicht gibt; das tatsächlich ablaufende Daseinsgeschehen vollzieht sich nur als unablässige Folge ständiger Veränderungsvorgänge.

Wenn jetzt in Verkennung dieser Sachlage in der Vergangenheit alle Möglichkeiten ausgelotet wurden, inwieweit das menschliche Erkenntnisvermögen überhaupt zu grundsätzlich wahren Einsichten über empirisch zutreffende Wahrnehmungen fähig ist, dann musste all dies Bemühen in eine Sackgasse führen: Das menschliche Wahrnehmungsvermögen kann unmöglich perfekt die Abläufe im physisch-materiellen Daseinsgeschehen erfassen. Daran hindert ihn das ihm (wie jedem lebenden  Organismus) verliehene innere molekulare Speicherungsvermögen. Denn damit bewegt sich der Mensch unabänderlich vor allem auch immer in einer immateriellen Realität. Kurz: Bei all diesen philosophischen Denkübungen zu einem anscheinend  mit dem Empirismus immer verknüpften Paradoxon ist der entscheidend erste Denkschritt falsch; der erste Denkschritt nämlich, als könne der Mensch überhaupt jemals imstande sein, zu perfekt zutreffenden Aussagen über die tatsächliche Beschaffenheit allen Naturgeschehens zu gelangen. Alles, was der Mensch wahrzunehmen vermag, nimmt er immer nur in sozusagen „immateriellen Verfremdungs-Vorgängen“ wahr. Es verhält sich hier so, als wollte man bei einer Menschengruppierung in einem Zustand von Dauertrunkenheit von einigen Beteiligten verlangen, sie sollten wenigstens einmal zu Einschätzungen im Zustand völliger Nüchternheit kommen! Das ist einfach unmöglich... Genauso verhält es sich mit der absurden Forderung, der Mensch möge sich im Sinn eines lupenreinen Empirismus einmal zu absolut perfekten Aussagen über die elementare Beschaffenheit der Natur  durchringen. Denn auch das ist von vornherein unmöglich. Wir stoßen hier bei der Beschäftigung mit dem Empirismus also nicht auf ein Paradoxon, vielmehr haben wir es hier mit einer absurden irrealen Denkübung zu tun. So als könnte man bei einer Gruppierung, die sich im Zustand konstanter Dauertrunkenheit befindet, erwarten, ein Urteil – getroffen in absolut völliger Nüchternheit – zu erhalten.

Mit allem, was ich zu größeren Fragestellungen erarbeite, versuche ich die Resultate so sachbezogen wie nur irgend möglich in den Griff zu bekommen. Ich nenne meine Vorgehensweise Denkpragmatik – nach überhaupt irgendwelchen Zuordnungen wäre ich damit Realist und meine Ausarbeitungen gehören in die Sparte Empirismus.

Alles, was wir über größere Zusammenhänge überhaupt in Erfahrung bringen können, ist im besten Fall immer nur eine optimale Orientierung: Auf höchstmögliche Weise vieles über die Daseinszusammenhänge in Erfahrung bringen zu können, um dann doch immer noch auf Grenzen des „Enträtselbaren“ zu stoßen. Diesen Denkbereich nenne ich Grenzmetaphysik; jedes „Weiter-Fragen-Wollen“ mag hier sinnlos erscheinen. Dass wir hier aber immer auf Grenzen von Beantwortbarkeit stoßen ist niemals etwas völlig Irreales. Es ist Teil unseres realen Daseins, dass wir nämlich in stets „immateriellem Denken“ herausgefordert sind, auf ganz eindeutig letzte Grenzfragen, auf unbeantwortete Rätsel zu stoßen.                 

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Anhang

Molekularbiologische Ursachen für die gravierend fehlerhafte Zeitwahrnehmung in der Physik

Ich stelle hier in einer Art Übersicht und Kurzfassung noch einmal die wichtigsten Argumente für die Richtigkeit meiner Ausarbeitungen zum Wesen der Zeit zusammen       

I. Eine Fehleranalyse zu der unzutreffenden Bestimmung des Zeit-Begriffs in der Physik

In meiner Ausarbeitung  Enträtselung der geheimnisvollen Zeit (September 2010 http://www.kant-kosmos-reales.de/Kosmologisches.htm) habe ich dargelegt, dass die ‚Zeit‘ als eine eigenständige „physisch-materielle“ Größe in keiner Weise existent ist. ‚Zeit‘ kommt ausschließlich dadurch zustande, dass in jedem lebenden Organismus durch innere „molekulare Abspeicherungen“ Verzögerungen zu den tatsächlich nur in Augenblicksveränderungen  ablaufenden physisch-materiellen Daseinsvorgängen stattfinden. Das anorganische physisch-materielle Ablaufgeschehen vollzieht sich ausschließlich in unablässig stattfindenden Veränderungsvorgängen.

„Auslöser“ für eine kritische Haltung gegenüber einer ziemlich verworrenen Zeitwahrnehmung in der Physik ist somit die von mir gewonnene Erkenntnis, dass die verbreitet vertretene Anschauungsweise zum Wesen der Zeit auf einem Wahrnehmungsfehler beruht. Gerade für den Bereich der Physik möchte ich dies noch etwas weiter vertiefen.

In mehreren Ausarbeitungen habe ich also die Behauptung aufgestellt, dass es eine physikalische Größe „Zeit“ überhaupt nicht gibt; meine These zu der Zeitproblematik daher - „alles physisch-materiell existente Daseinsgeschehen“ ist ausschließlich in einem Zustand von unaufhaltsamen Veränderungsvorgängen vorhanden.

Wieso sollte aber diese These überhaupt mit abweichenden Anschauungsweisen in der Physik „kollidieren“? – In der Physik wird (behaupte ich) niemals von tatsächlich existierenden Zeitspannen ausgegangen; wo und wie die „Zeit“ ganz konkret z.B. experimentell nachgewiesen werden kann, das war noch niemals Gegenstand der etablierten Forschung. „Zeit“ ist (und war) nie etwas anderes als genau die physikalische Größe, von der man bei allem Forschen und Berechnen auszugehen hatte – einfach deswegen, weil diese Vorgehensweise mit jeder geläufigen Anschauungsweise übereinstimmte und niemand eine Notwendigkeit erkannte, warum man über das Wesen der Zeit noch Genaueres erforschen sollte. „Zeit“ war eben eine „unumstößlich“ für die Physik vorauszusetzende Größe – ohne dass man hierzu anscheinend die letzten Zusammenhänge noch in Erfahrung bringen musste.           

Auf welchem Weg soll denn dann aber eine völlig „neue“ Anschauungsweise denkbar sein, nach der „Zeit“ physisch-materiell überhaupt nicht existent ist und nach der alles Daseinsgeschehen nichts anderes ist als ein unaufhaltsamer Ablauf unablässiger Veränderungsvorgänge?

II. Das tatsächlich Erfahrbare als der einzig vernünftige Orientierungsrahmen für zuverlässige Sachverhaltsermittlungen

Ich vertrete für alles Orientieren die Überzeugung, dass das tatsächlich Erfahrbare immer als der entscheidende Anknüpfungspunkt gesucht werden sollte, wenn man mit der uns möglichen Daseinswahrnehmung überhaupt einigermaßen zuverlässig vorankommen will.

Hier stoßen wir bereits an die Grenzen des tatsächlich durch Erkenntnis Erfassbaren: Warum wir überhaupt diese Befähigung haben, alles Erfahrbare zum Gegenstand unseres Denkens zu machen, das gehört zu den Rätseln überhaupt zu denen wir  nie eine Lösung finden werden. Und auch zu dieser Einsicht sollte man bereit sein: Warum es alles Daseiende überhaupt gibt (welchen Ursprung es letztlich hat, warum es überhaupt über all die ihm innewohnenden Antriebskräfte verfügt), auch das gehört zu den überhaupt unlösbaren Rätseln.

Und so kann sich der Mensch einigermaßen erfolgreich nur auf diese Weise in diesem einzig vernünftigen und sinnvollen „Erkenntnisbereich“ bewegen: Das tatsächlich Erfahrbare „bis in die letzten Tiefen“ so exakt und gründlich wie möglich zu enträtseln zu suchen. (Diese „Feststellung“ soll zugleich meine äußerst skeptische Haltung gegenüber allem Philosophischen im weitesten Sinn unterstreichen; Philosophie ohne deutliche Verankerung in empirisch belegbaren Wirklichkeitszusammenhängen sehe ich als nur unergiebigen Leerlauf an.)

III. Eine erneute griffige Beweisführung zu der fehlerhaften Zeitwahrnehmung in der Physik              

Bezogen auf meine These „Zeit ist physikalisch nicht wirklich existent“ wären für das Verstehen der tatsächlich gegebenen Daseinszusammenhänge folgende Annahmen plausibel:

Die entscheidende Enträtselung zu der hier behandelten Daseinswahrnehmung bei „Zeitvorgängen“: Molekulare Materie erweist sich durch eine ganz bestimmte Speicherungsbefähigung imstande, in lebendigen Organismen die ständigen Veränderungsvorgänge „abzuspeichern“, daraus allein kommt für den Menschen – behaupte ich – ein ständiges „Zeitempfinden“ zustande. Alles anorganische Geschehen kennt und bewahrt niemals einen tatsächlich existenten Zeitzustand.

Sehr deutlich lassen sich diese Zusammenhänge an einfachsten Alltagserscheinungen verdeutlichen: Sonne, Mond und Sterne z.B. haben einen bestimmten Veränderungsrhythmus in der Konstellation zueinander; dennoch verläuft hier alles (was sich unmöglich widerlegen lässt) tatsächlich nur beständig in einem stetigen Augenblicksgeschehen.     

Entscheidende Klärungsansätze zu dieser Sachlage: Der Mensch stellt hier dennoch „Regelmäßigkeiten“ fest. Besonders anschaulich lassen sich die näheren Einzelheiten in diesem Zusammenhang am Beispiel der „Sextener Sonnenuhr“ abklären. Es handelt sich hierbei um die im Halbkreis angeordneten Gipfel vom Neuner- bis zum Einserkofel. Der Talbewohner erlebt Tag für Tag den gleichen „wandernden Sonnenstand“ über den einzelnen Gipfeln – als Kind, als Familienvater, als Greis. Und er hat die Gewissheit, diese Erfahrung wird auch noch seinen Enkeln und Urenkeln zuteil werden. Allerdings ist ihm auch klar - die ihm zutiefst verinnerlichten Wahrnehmungen aus seiner Kindheit sind Vergangenheit und lassen sich unmöglich als ein tatsächliches Geschehen wiederholen. Und ob seine Urenkel die exakt gleiche Erfahrung machen werden, das lässt sich „gegenwärtig“ überhaupt noch nicht sagen (erinnert sei hier nur an den großen Felssturz vom 12.10.2007; der „Einser“ hat hier etwas Schaden genommen, aber nichts und niemand konnte vor diesem Datum von diesem Ereignis wissen, dieses Geschehnis war bis dahin ganz einfach überhaupt noch nicht vorhanden). Es gibt also für den Talbewohner u.a. mit dem         Elferkofel, dem Zwölferkofel, dem Einserkofel stets ziemlich exakte Merkposten für einzelne Tageszeiten. In immer stets gleicher Veränderungsfolge zeigt sich hier konstant das Erscheinungsbild der Sonne bei der Beobachtung aus einem Dolomitental.

Die Sonne selbst „weiß“ aber bei all diesem Geschehen überhaupt nichts von diesen Vorgängen, sie ist ein Himmelskörper eingebunden in das gesamte Veränderungsgeschehen des Universums, in dem  nirgendwo  ein echter Stillstand herrscht. - Auch der Felssturz Oktober 2007 „weiß“ nichts von der durch den Menschen dokumentierten „zeitlichen Abfolge“ dieses Naturereignisses; auch bei diesem Felssturz gab es nur ein unaufhaltsames Augenblicksgeschehen ohne die geringste echte Zeitspanne im Sturzereignis; d.h. die eigentlichen, unaufhaltsam fließenden Veränderungsvorgänge selbst (im gesamten Daseinsgeschehen) werden dadurch überhaupt nicht „zeitlich“ beeinflusst. Ob hier eine Dolomiten-Felswand stabil „wie für Ewigkeiten“ erscheint oder ob ein Veränderungsereignis wie eben durch einen Felssturz für einen Beobachter gerade überaus deutlich bemerkbar wird – das ständig in andauernden Veränderungen ablaufende Wirklichkeitsgeschehen selbst gerät dadurch nicht im Geringsten aus dem Takt.

Für eine weitere Veranschaulichung in Sachen „Zeitverworrenheit“ auch dieser Hinweis:     Cäsium-133-Atome haben eine extrem kurze Schwingungsdauer; der Mensch benutzt dies, um hieran gemessen alles übrige Veränderungsgeschehen exakt zu vermessen. Aber das Cäsium-133-Atom selbst kennt keinen Stillstand; es hält das eigene Veränderungsgeschehen exakt ein – eine tatsächlich vorhandene Zeitspanne kommt dabei niemals zustande.

Wenn also alles in dauernder Veränderung ist – wieso und auf welche Weise existiert denn das in unablässiger Veränderung befindliche Materielle trotzdem?

IV. Alles physisch-materiell Vorhandene befindet sich unwiderlegbar im Zustand ständig fortdauernder Veränderungsvorgänge

Allein schon der tägliche „Sonnenlauf“ beweist z.B. mit seiner Regelmäßigkeit, dass das Daseiende  trotz des einzig vorherrschenden „universellen Augenblicksgeschehens“  eben einfach als Existierendes zu Kenntnis genommen werden muss. Nur – warum es gerade in der Form unablässiger „zeitloser Augenblicksveränderung“ existiert, das ist ebenso unergründlich wie der Umstand, dass überhaupt insgesamt „etwas“ als physisch-materiell Vorhandenes existent ist.

Die Zeitvorstellungen der Physik beruhen empirisch insgesamt gesehen auf einem grundlegenden Wahrnehmungsfehler.

Meine „Korrekturen“ zu dieser Sachlage habe ich einzig aus exakt nachprüfbaren („forschungszugänglichen“) Fakten entwickelt; kein einziger Denkansatz ist hierbei „rein spekulativ“ ersonnen.

Warum sich die Physik (immer noch „sehr aktuell“) in einem völlig haltlosen Zeitverständnis verrannt hat, das liegt meiner Meinung nach auf einer viel zu einseitigen, begrenzten Sichtweise in dieser speziellen Fachrichtung: Die Welt soll „enträtselt“ werden allein mit dem speziellen Instrumentarium der Physik.

Dabei ist doch eigentlich klar: Die Welt besteht physisch-materiell nicht nur aus solchen Größen, wie sie physikalisch erforscht und vermessen werden können. Sie ist u.a. auch aufgebaut aus solchen Bestandteilen, wie sie sich nur im Bereich der Chemie zuverlässig erforschen und bestimmen lassen. Und weiterhin hat die Welt zum Inhalt auch alles biologische Geschehen.

Wenn sich meine bislang entwickelten Folgerungen als zutreffend erweisen sollten, dann muss für das Enträtseln der Zeitproblematik unbedingt „fachübergreifend“ geforscht werden.

Die Molekularbiologie und die Neurowissenschaft sind die Fachbereiche, die unbedingt empirisch gesicherte Resultate darüber liefern, wie sehr der Mensch mit dem ihm eigenen „Realitätsverständnis“ den rein biologischen inneren Steuerungen „ausgeliefert“ ist.

Diese „molekularen inneren Steuerungen“ bewirken, dass sich für den Menschen eine tatsächlich intensiv zu erforschende „innere Isolation“ aufbaut bei seinem Bemühen, die Daseinswirklichkeit exakt zu erfassen. Er agiert immer in einer völlig eigenen Vorstellungswelt – am tatsächlich stattfindenden Geschehen gemessen immer in einer unüberwindbar geringeren oder größeren Distanz zu den rein physisch-materiellen Wirklichkeitsabläufen. Es lässt sich klar und eindeutig erforschen, inwieweit das menschliche „neuronale Denkgeschehen“ völlig eigene Wirklichkeitsvorstellungen entwickelt.

Der Physiker hat sich darin festgerannt, seine „Wirklichkeitserfassung“ für ein wahres Abbild alles Realen zu halten; ein fachübergreifendes Orientieren auch hin zur Chemie und zur Biologie sollte schlagartig deutlich werden lassen, dass unsere Welt unmöglich allein mit dem Instrumentarium der Physik vollständig erforschbar in den Griff zu bekommen ist.

Das „Ineinandergreifen“ von Biologie (Molekularbiologie und Neurowissenschaft) mit den Forschungsergebnissen der Chemie ist hier schon sehr viel ergiebiger und hat dabei überragende Resultate erbracht. Die Physik hat bei allem aber den Überblick verloren und gelangt damit auch zu solchen derart absurden „Forschungsergebnissen“, die mit der tatsächlichen Beschaffenheit des Universums unmöglich eine annähernde Übereinstimmung aufweisen können.           

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