Des Kaisers neue Kleider

Hans Christian Andersen hat bezaubernde Märchendichtungen geschaffen – oft mit einem geradezu zeitlosen Ewigkeitswert und dabei wiederum auch sehr konkret einfach direkt wie aus dem wirklichen Leben.

Dazu darf unbedingt gerechnet werden Des Kaisers neue Kleider.

Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm weis, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amtes würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an. 

Die Erzählung wird gelegentlich als Beispiel angeführt, um die Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren… Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile… (Wikipedia).

Für den Themenbereich „Zeitverfälschungen“ greife ich dankbar auf diese Märchendichtung zurück: Ich versuche ja meine Überzeugung zu verbreiten, dass es „Zeit“ als eine materiell-physisch existierende Größe überhaupt nicht gibt. Zeit existiert für den Menschen nur als eine Art immaterielles Erinnerungsvermögen zu allen jemals zu speichernden Wahrnehmungen und Eindrücken – soweit sie eben als Erinnerungsvorgänge abgespeichert wurden.

In zahlreichen Ausarbeitungen habe ich die Einzelheiten dazu dargelegt. Dabei führe ich aus, dass „Zeit“ für uns zwar als eine „immaterielle Realität“ unbedingt Teil unserer Lebenswirklichkeit ist. Wenn jedoch versucht wird, diese rein immaterielle Realität in ein tatsächlich existierendes reales Daseinsgeschehen umzudeuten, dann geraten wir nach meiner Überzeugung zu „Zeitverformungen“ und „Zeitverfälschungen“, die keinen tatsächlichen Wahrheits- oder auch Wirklichkeits-Gehalt mehr haben.   

„Zeitverformungen“ und (insbesondere!) „Zeitverfälschungen“ solcher Art sind bekannt bei z.B. Kriminalfällen und „Lebenslügen“: Es werden Zeitzusammenhänge erfunden und verbreitet, die mit dem tatsächlich stattgefundenen Geschehen keine Übereinstimmung haben.

Wenn es aber darum geht, den Kern von tatsächlich zu beobachtenden Zeitverformungen und Zeitverfälschungen sehr gezielt offenkundig zu machen, dann muss man sich schon einem Bereich mit „Garantenstellung“ zuwenden – den Wissenschaften. Gerade hier haben wir einen Brennpunkt dafür, wie an der tatsächlichen Realität vorbei „Gespinste“ erschaffen werden, die nur noch entfernt mit dem tatsächlich ablaufenden Daseinsgeschehen zu tun haben.

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Neuerscheinung Juli 2019

Zum Teufel mit dem Jesuskult       

Die fällige Bestandsaufnahme zu den übelsten Seiten des Christentums

Warum Zum Teufel mit dem Jesuskult? - Der vor zweitausend Jahren in Galiläa umherziehende Wanderprediger Jesus von Nazareth konfrontierte seine - damals in größter Messiaserwartung befangene - Zuhörerschaft mit phrasenhaft sektiererischen Glaubensbelehrungen. Damit kam dann auch er dafür in Betracht, endlich der langerwartete Messias zu sein. Die damaligen Ereignisse zum Passah-Fest in Jerusalem erzeugten dann lawinenartig diese Glaubensbereitschaft: Mit diesem Wanderprediger Jesus war tatsächlich in einmalig göttlicher Vollkommenheit  der prophezeite Messias erschienen! - Als teuflisch darf dazu dann alles genannt werden, was hierzu später in dem klerikalen Christentum in gekonnter Trickserei zu den fantasiereichsten Ausformungen ersonnen wurde: Kaum etwas davon erweist sich - nach heutigem Wissensstand - als auch nur annähernd in Übereinstimmung mit den tatsächlich vorherrschenden Daseinsbedingungen! 

Jeder. der nach einem Gottesbeweis gesucht hat oder umgekehrt zu der Überzeugung gekommen ist, dass es diesen Beweis nicht geben kann, sollte die Schriften von Andreas Nowak lesen. Hans Scheibner

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